27. Festival 2017

Hauptprogramm

Donnerstag 09. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr

Ab 14 Jahre

Freitag 10. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr

 

LOFFT – Das Theater

22,00 € (erm. 17,00 €)


Ola Maciejewska, Katowice / Paris

 
POLEN / FRANKREICH


»Bombyx mori« 

(»Seidenspinner«)  VIDEOAUSSCHNITT  

Tanzstück nach Loïe Fuller

Deutschlandpremiere



Konzeption und Choreografie:

 

Ola Maciejewska

Musik:

Alberto Novello

Kostüme:

Valentine Solé

Lichtdesign:

Rima Ben Brahim

Tänzer:

Ola Maciejewska, Amaranta Velarde Gonzalez, Maciej Sado


Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Christian Watty, Fachberater internationale tanzmesse nrw, Düsseldorf




Der Schmetterling »Seidenspinner« (lateinisch: Bombyx mori) diente als Vorlage für ein spektakuläres Tanzkostüm: Die amerikanische Tänzerin Loïe Fuller (1862-1928) erfand es für ihren »Serpentine dance«, mit dem sie in die Tanzgeschichte einging. Sie tanzte in New York, Paris und London, arbeitete als erste mit elektrischem Licht und farbigen Projektionen auf der Bühne und war Teil der Jugendstil-Bewegung. Auguste Rodin, Henri de Toulouse-Lautrec und Stéphane Mallarmé wurden durch diese Tänzerin beeinflusst.

Die polnische Choreografin Ola Maciejewska, geboren 1984 in Rybnik bei Katowice, ließ sich von Loïe Fuller inspirieren. Zunächst schuf sie das Solo »Research« (»Forschung«, 2011), in dem sie durch Kostüm und Tanz plastische Formen entstehen ließ. Gezeigt wurde das zumeist improvisierte Solo vor allem in Ausstellungsräumen.

In »Bombyx mori« werden diese Parameter weiterentwickelt: Drei Tänzer vervielfachen die minimalistische Synthese aus Körper, Material und Klang, das Geräusch des Stoffes spielt eine Hauptrolle. Drei schwarze »Serpentinen-Schmetterlinge« von Loïe Fuller sind aus den Larven geschlüpft und in verwandelter Form zurückgekehrt. Das Stück war bisher in Paris, Brüssel und Wien zu sehen.

Ola Maciejewska erhielt eine Theater- und Tanzausbildung in Warschau, Rotterdam und Utrecht. Sie arbeitete als Tänzerin und Performerin mit den Choreografen Bruno Listopad und Philippe Quesne. Ihre erste eigene Choreografie »Tekton« wurde 2014 in Genf uraufgeführt. Seit 2016 ist sie »artiste associée« am Centre chorégraphique national de Caen in Nordfrankreich.



Uraufführung: 20.11.2015, La Ménagerie de Verre, Paris

Kontakt: www.olamaciejewska.carbonmade.com

Produktion: So we might as well dance, Paris

Koproduktion: La Ménagerie de Verre / Le CN D, un centre d'art pour la danse, Paris / Productiehuis Rotterdam / Veem House for performance, Amsterdam / Centre chorégraphique national de Caen en Normandie

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig und Institut français, Berlin & Französisches Ministerium für Kultur – DGCA, Paris.