23. Festival 2013

Hauptprogramm

Samstag 09. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr

Ab 14 Jahre

Sonntag 10. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr

Schauspielhaus / Diskothek


2nd nature, Wien

 

Österreich


»DeSacre!«   (Videoausschnitt  )

Tanzperformance


Konzeption und Inszenierung

Christine Gaigg

Text und Vortrag:

Christine Gaigg, Erich Klein

Choreografische Motive:

Vaslav Nijinsky (nach Millicent Hodson), Pussy Riot

Musik:

Igor Strawinsky »Le sacre du printemps« (Auszüge)

Bühnenbild:

Philipp Harnoncourt

Kostüme:

Dorothea Nicolai

Lichtdesign:

Jan Wagner

Tänzer:

Marta Navaridas, Anna Prokopová, Eva-Maria Schaller, Veronika Zott, Alexander Deutinger, Radek Hewelt, Petr Ochvat

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Martina Bako, Theaterwissenschaftlerin, Universität Leipzig

Am 05. Nov. werden zur Festivaleröffnung drei Choreografien von »Le sacre du printemps« von David Wampach, Tero Saarinen und Georges Momboye gezeigt.

Am 06. Nov., 16.30 Uhr, Dokumentarfilm »1913 – Tanz auf dem Vulkan« von Dag Freyer
Am 07. Nov., 16.00 Uhr, Filmaufzeichnung der Choreografien von Vaslav Nijinsky, Sasha Waltz, Dietmar Seyffert und Pina Bausch



Die Kunstaktion der Frauenpunkband Pussy Riot in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale im Februar 2012 rief großes Aufsehen hervor. Knapp 100 Jahre zuvor wurde das Ballett »Le sacre du printemps« (»Das Frühlingsopfer«) von Igor Strawinsky 1913 in Paris uraufgeführt und geriet ob seiner Modernität zum Skandal. Der Choreograf Vaslav Nijinsky war zur Uraufführung mit 24 Jahren im ähnlichen Alter wie die an dem Punkgebet beteiligten Frauen in Moskau, die vor ein Gericht gestellt und verurteilt wurden.

»DeSacre!« ist eine Tanzperformance mit Kommentar, eine Art Vortrag mit Praxisbeispielen. Christine Gaigg setzt sich mit Entweihung, Kunst und Blasphemie auseinander. Dabei verknüpft sie Szenen der Kunstaktion von Pussy Riot thematisch mit Auszügen aus der Originalchoreografie von Vaslav Nijinsky. Das Aufeinandertreffen der beiden Ereignisse wirft sowohl ein Licht auf die Werke als auch auf die gesellschaftspolitischen Kontexte.

Christine Gaigg, 1960 in Linz geboren, studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam sowie Philosophie und Linguistik in Wien. Als freischaffende Choreografin und Tänzerin arbeitet sie oft mit Komponisten neuer Musik zusammen. 2007 inszenierte sie die Schweizer Erstaufführung »Über Tiere« von Elfriede Jelinek bei den Festspielen Zürich und eröffnete das Festival steirischer herbst mit »Maschinenhalle#1« in Graz 2010.


Uraufführung: 24.04.2013, Festival Feedback – Tanzquartier Wien, Josephskapelle der Hofburg
Kontakt: www.2ndnature.at
Produktion: Tanzquartier Wien / Koproduktion: 2nd nature

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das Internationale Netz für Tanz und Performance Austria (INTPA) des Tanzquartier Wien aus Mitteln des BMUKK und des BMeiA.