21. Festival 2011

Hauptprogramm

Sonntag 13. Nov. // 19.30 – 20.30 Uhr / Festivalabschluss
Centraltheater

Alias, Genf


»Sideways rain«

(»Regen von der Seite«)   (Videoausschnitt  )

Tanzstück


Choreografie:

Guilherme Botelho

Komposition:

Murcof (Fernando Corona)

Bühnenbild:

Guilherme Botelho, Gilles Lambert, Stefanie Liniger

Kostüme:

Marion Schmid, Julia Hansen

Lichtdesign:

 

Jean-Philippe Roy

Tänzer:

 

Stéphanie Bayle, Philia Maillardet, Madeleine Piguet Raykov, Claire Marie Ricarte, Candide Sauvaux, Nefeli Skarmea, Fabio Bergamaschi, Erik Lobelius, Danilo Moroni, Julien Ramade, Amaury Reot, Adrian Rusmali, Christos Strinopoulos



»Tonstörung« – Der Lauf der Menschheit, des Lebens, des Universums in einer einzigen Bewegung. Unaufhörlich, ununterbrochen, unendlich. 13 Tänzer durchqueren, immer wieder von links nach rechts, die Bühne. Am Anfang kriechend wie die Urtiere, erheben sie sich langsam, sie rollen, tanzen, laufen und rennen, im Kreislauf der Dinge, in der Sehnsucht des Weitergangs, im Energiefluss der Welt. Und dann plötzlich – die Störung, ein winziger Moment des Innehaltens, die Andeutung eines Zurück, ein Mann und eine Frau schauen sich an, unerwartet, bevor der Sog des Lebens und die Ohnmacht des Schicksals wieder alles hinwegspült und hinwegtröstet.

Elektronische, sphärische Musik steigt und fällt, der Rhythmus steigert sich. Ein Fluss, der alles mit sich reißt im unergründbaren Spiel des Lebens, so wie das physikalische Phänomen des »Sideways rain« (»Regen von der Seite«) in der Natur.

Guilherme Bothelo, 1962 in São Paulo/Brasilien geboren, begann mit 16 Jahren seine Tanzausbildung und wurde 1982 am Ballett des Grand Théâtre in Genf engagiert. 1987 schuf er seine erste eigene Choreografie und gründete 1993 die Compagnie Alias, für die er bisher 14 Stücke entwickelt hat. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. »Sideways rain« ist eine der berauschendsten Choreografien der letzten Zeit und auf allen wichtigen Festivals in ganz Europa zu sehen.


»Guilherme Botelho zelebriert einen Tanz der Sinne, der einer Trance nahekommt. Hypnotisch. Eindrucksvoll. Bedrückend. Faszinierend« (Marie-Pierre Genecand, www.letemps.ch, Genf, 07.09.2010).


Uraufführung: 03.09.2010, La Bâtie, festival de Genève, Théâtre Forum Meyrin, Genf
Kontakt: www.alias-cie.com
Produktion: Alias
Koproduktion: La Bâtie, festival de Genève / Théâtre du Crochetan, Monthey / Théâtre Forum Meyrin
Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Zürich, La Loterie romande, Genf, und Corodis, Lausanne.