21. Festival 2011

Hauptprogramm

Samstag 12. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr
Sonntag 13. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
Werk 2 / Halle D

Granhøj Dans, Aarhus


»2men2mahler«

(»2Männer2Mahler«) 

Tanzstück
Deutschlandpremiere



Choreografie:

Palle Granhøj unter Mitwirkung von Tänzern, Sänger und Musiker

Komposition:

Gustav Mahler, Balcan Beat Box

Bühnenbild:

Per Victor

Kostüme:

Granhøj Dans

Tänzer:

 

Jannik Elkær Nielsen, Kristoffer Louis Andrup Pedersen

Sänger:

 

Thierry Boisdon

Musiker:

Robert Karlsson (Viola)

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Martina Bako, Institut für Theaterwissenschaft / Universität Leipzig



»Tonstörung« – Zwei muskelbepackte Tänzer fordern mit athletischen Kunststücken die Schwerkraft heraus. Komisch bis burlesk, albern bis lustig treiben sie ihre Spiele, schwankend zwischen den Extremen totalen Humors und tiefer Ernsthaftigkeit, während eine Bratsche wie traumverloren Melodien von Gustav Mahler spielt.

Der bekannte Komponist Gustav Mahler (1860-1911), der auch in Leipzig gelebt und gewirkt hat, starb vor 100 Jahren. Was der dänische Choreograf Palle Granhøj jetzt mit seiner Musik anstellt, wirkt provokativ und zunächst seltsam. Themen wie Melancholie und Einsamkeit, Schmerz und Tod, die der Musik von Mahler immer innewohnen, sind durch Pathos nicht steigerbar und in diesem Sinne auch nicht zu vertanzen. Palle Granhøj versucht einen anderen Weg: Humor lässt wieder Menschlichkeit zu und regt an, sich mit Mahlers Vergänglichkeit, Sehnsucht und Liebe komplex auseinandersetzen.

Palle Granhøj, geboren 1959 in Hjørring, war seit 1986 Tänzer und schuf 1990 seine erste Choreografie »Torzo«. Im gleichen Jahr gründete er die Compagnie Granhøj Dans, die er bis heute leitet. Granhøj erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Reumert Prisen 2001 für das Stück »Headbreak«. Er gehört zu den bekanntesten Choreografen Dänemarks und gastierte mit seiner Compagnie in mehr als 30 Ländern.


»Diese Mahler-Performance beschreibt, wie Muskeln über die Musik bis in den Tod geführt werden. Völlig unpathetisch, maskulin, rau und ironisch« (Anne Middelboe Christensen, Dagbladet Information, Kopenhagen, 04.03.2011).


Uraufführung: 24.02.2011, Granhøj Dans, Aarhus
Kontakt: www.granhoj.dk
Produktion: Granhøj Dans
Koproduktion: Dansescenen, Kopenhagen
Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Danish Arts Council, Kopenhagen.