21. Festival 2011

Hauptprogramm

Freitag 11. Nov. // 16.30 – 18.00 Uhr
Samstag 12. Nov. // 16.30 – 18.00 Uhr
Kellertheater / Oper Leipzig

Carte blanche: Das Gastspiel wurde ausgewählt durch Josef Nadj,
Choreograf und Leiter des Centre chorégraphique national d'Orléans.

Dragana Bulut, Belgrad, Maria Baroncea
& Eduard Gabia, Bukarest


»E.I.O.«   (Videoausschnitt  )

Performance



Konzeption, Raumgestaltung und Moderation:

Dragana Bulut, Maria Baroncea, Eduard Gabia

In englischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt, an dem auch Josef Nadj teilnimmt.
Moderation: Dr. Martina Bako, Institut für Theaterwissenschaft / Universität Leipzig



»Tonstörung« – Der Ton wird nicht, wie sonst, durch die Darsteller bestimmt, sondern durch das Publikum. »E.I.O.« ist eine utopische Fiktion praktischer Lösungen, bei der alles dem Prinzip der Entscheidungsfreiheit folgt: Am Eingang kann man selbst bestimmen, was man zahlen und später, ob man Zuschauer oder Performer sein möchte.

Als Mitwirkender stehen dem Publikum wiederum alle Mittel und Wege zur künstlerischen Verwirklichung frei. Es gilt dabei nur ein Gebot: Praktisch sein. Und wer zum besten Performer gekürt wird, darf das Eintrittsgeld des entsprechenden Zuschauers mit nach Hause nehmen.

Dragana Bulut, Maria Baroncea und Eduard Gabia gehören zu den hoffnungsvollsten Choreografen der jüngeren Generation in Rumänien und Serbien. Für »E.I.O.« wurden sie mit dem Prix Jardin d'Europe, einen europäischen Tanzpreis für junge Choreografen im Rahmen des iDANS Festivals in Istanbul, 2010 ausgezeichnet.

Dragana Bulut, geboren 1983 in Mostar, entwickelt seit 2004 eigene Choreografien, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

Maria Baroncea, geboren 1979 in Bukarest, ist freie Choreografin und promovierte 2002 an der Universität für Theater und Film ihrer Heimatstadt. Sie war Darstellerin in zahlreichen Stücken.

Eduard Gabia, geboren 1979 in Bukarest, schuf zahlreiche Performances. Er gastierte vielfach in Europa und arbeitete mit Choreografen anderer Länder wie Karine Ponties und Charles Linehan. Gabia zeigte sein Solo »Bonus« zur euro-scene Leipzig 2005.


»›E.I.O.‹ erhält den Preis für die Art, wie diese Performance mit minimalen Ressourcen und viel Einfallsreichtum das Konzept von Arbeit neu definiert, den Sinn von Produktion – in der Kunst und auch im realen Leben –, von Kreation, Verteilung und den Wert von Kunst in Frage stellt« (iDANS Festival, Istanbul, 20.09.2010).


Uraufführung: 7.10.2010, Explore Dance Festival, Bukarest
Produktion: Dragana Bulut, Maria Baroncea, Eduard Gabia