21. Festival 2011

Hauptprogramm

Mittwoch 09. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr
Donnerstag 10. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr
LOFFT

Gisèle Vienne, Grenoble


»Jerk«   (Videoausschnitt  )

Solostück



Konzeption und Inszenierung:

 

Gisèle Vienne

Text und Dramaturgie:

Dennis Cooper

Musik:

Peter Rehberg (Originalkomposition), El Mundo Frio of Corrupted

Stimmen:

Dennis Cooper, Paul P

Puppen:

Gisèle Vienne, Dorothéa Vienne Pollak

Kostüme:

Dorothéa Vienne Pollak, Marino Marchand, Babeth Martin

Lichtdesign:

 

Patrick Riou

Darsteller:

 

Jonathan Capdevielle

In englischer Sprache mit deutscher Übertitelung

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Martina Bako, Institut für Theaterwissenschaft, Universität Leipzig



»Tonstörung« – Ein junger, sympathischer Mann legt seine Handpuppen zurecht und bereitet das Spiel vor. Ein unauffälliger, charmanter Typ, wie der Nachbar von nebenan. Und dann nimmt er die Zuschauer mit auf eine Fahrt des Grauens: Seine Puppen erzählen von brutalen, sexuell motivierten Morden.

»Jerk« ist eine Kurzgeschichte aus dem Jahr 1993 des amerikanischen Schriftstellers Dennis Cooper, geboren 1953 in Kalifornien. Diese erzählt von einer wahren Begebenheit: Ein Jugendlicher, David Brooks, wurde Mithelfer des texanischen Serienmörders Dean Corll. Dieser tötete in den 1970er Jahren 27 Jungen. Die Bühne wird zum Gefängnis, in dem David Brooks seine Strafe verbüßt. Was unsagbar, unfassbar, schrecklich ist, macht das Puppenspiel vorstellbar, sichtbar und schockierend realistisch.

Gisèle Vienne wurde 1976 in Charleville-Mézières geboren. Nach ihrem Philosophiestudium absolvierte sie 1996-99 eine Ausbildung zur Puppenspielerin. Seit 2004 hatte sie zunehmend Erfolg als Regisseurin, Choreografin, Performerin und bildende Künstlerin. Mit »Kindertotenlieder« gastierte sie bei der euro-scene Leipzig 2007.

Jonathan Capdevielle, 1976 in Tarbes geboren, studierte 1993-96 Figurentheater in Charleville-Mézières. Er wirkte seit 2000 in allen Stücken von Gisèle Vienne mit. »Jerk« ist eins der meist gespielten Solostücke der letzten Jahre in Europa.


» … Es liegt ganz gewiss auch an der Leistung Capdevielles. Denn das, was er vollbringt, haben wir in dieser Form noch nie gesehen. Und das ist großartig« (Astrid Hackel, taz – die tageszeitung, Berlin, 23.10.2008).


Uraufführung: 05.03.2008, Centre d'Art Passerelle, Brest
Kontakt: www.g-v.fr
Produktion: DACM, Grenoble
Koproduktion: Le Quartz – Scène nationale de Brest / Centre chorégraphique national de Franche-Comté, Belfort / Centro Parraga, Murcia
Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Institut français d'Allemagne, Berlin und Leipzig.