21. Festival 2011

Hauptprogramm

Mittwoch 09. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Donnerstag 10. Nov. // 22.00 – 23.15 Uhr
Schaubühne Lindenfels

SounDrama Studio, Moskau


»я, пулеметчик«

(»Ia, pulemetschik«) (»Ich – das Maschinengewehr«)   (Videoausschnitt  )

Theaterstück
Deutschlandpremiere


Text:

Juri Klawdijew

Inszenierung:

Wladimir Pankow

Musikcollage:

Sergej Rodjukow

Choreografie:

Sergej Semljanski

Bühnenbild:

Maxim Obreskow

Kostüme:

 

Sergej Agafonow, Natalja Scholobowa

Dartsteller:

 

Alisa Estrina, Alina Olschanskaja, Anastasia Sytschewa, Pawel Akimkin, Alexej Tschernych, Seseg Chapsasowa, Andrej Samojlow, Jewgeni Sangadschijew, Andrej Sawodjuk

Musiker:

Alexander Pleninger

In russischer Sprache mit deutscher Übertitelung

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Michael Freundt, Co-Direktor Internationales Theaterinstitut (ITI), Berlin



»Tonstörung« – Stille, Staub. Die Bitterkeit des Krieges zeigt ihr Gesicht in allen Facetten. Eine Frau kämpft um ihre Heimat, ihr ist nichts als das Maschinengewehr geblieben. Es gehörte ihrem Sohn, einem Schützen. Gefühle von Liebe, Angst und Verlust – und dann bricht Musik die Sprache auf. Ein junger Mann erinnert sich an seinen Großvater, der ihm vom Zweiten Weltkrieg erzählte. Die verschiedenen Ebenen vermischen sich.

Das hochdramatische Stück »я, пулеметчик« (»Ich – das Maschinengewehr«) stammt von Juri Klawdijew, geboren 1974 in Moskau, Dramatiker und Drehbuchautor. Es wurde 2004 in St. Petersburg uraufgeführt.

Wladimir Pankow, geboren 1975 in Moskau, ist einer der wichtigsten Regisseure der jüngeren russischen Generation. Er gründete SounDrama Studio 2003 und vereint darin verschiedene Kunstrichtungen. Mit modernen Stilmitteln schuf er von »я, пулеметчик« eine komplexe, packende Inszenierung und findet eindrucksvolle Zeitbezüge. Pankow wirkte als Schauspieler in internationalen Produktionen mit und erhielt zahlreiche Preise. Er arbeitet auch als Komponist für Theater und Fernsehen. 2006 war er bei der euro-scene Leipzig mit Teatr.doc & SounDrama Studio und seinem Stück »Dok.Tor« vertreten.


»Klawdijew schrieb eine tief persönliche, hochgradig fesselnde Geschichte über zwei Familienmitglieder und verschiedene Kriege, die sie erlebten. Pankow führt das in eine Stellungnahme über die heimtückischen, entsetzlichen Auswirkungen der Weltpolitik auf das heutige Leben« (John Freedmann, The Moscow Times, Moskau, 23.09.2010).


Uraufführung: 15.09.2010, Project_Fabrika, Moskau
Kontakt: www.soundrama.ru
Produktion: SounDrama Studio
Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Kultur Russland, Moskau.