20. Festival 2010

Hauptprogramm

Mittwoch 03. Nov. // 22.00 – ca. 23.30 Uhr / Premiere
Donnerstag 04. Nov. // 19.30 – ca. 21.00 Uhr
Freitag 05. Nov. // 17.00 – ca. 18.30 Uhr
Schaubühne Lindenfels

Eigenproduktion euro-scene Leipzig /
Philipp J. Neumann


»Prophezeiung 20/11«   (Videoausschnitt  )

Instinkttheater
Uraufführung


Konzept und Inszenierung:

Philipp J. Neumann

Choreografie:

Steffi Sembdner

Bewegte Objekte und Ausstattung:

Hagen Tilp

Ton und Video:

Sascha Werner, Philipp J. Neumann

Tänzer:

Antoinette Helbing, Lara Russo, Andrea Schiefer, Alessio Castellacci

Darsteller:

Tim Mettke

Im Anschluss an die Vorstellungen am 04. und 05. Nov. findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderaton: Prof. Dr. Günther Heeg, Leipzig



»Spurensuche« – In den 23 Büchern des antiken indischen Mönchs Lurek Singh, auch die »Lurek Singh-Prophezeiungen« genannt, ist von einer Gottesstrafe die Rede. Diese soll zur Gleichstellung des Menschen mit jedem anderen Lebewesen auf der Erde und damit zum Verlust seiner Vernunftbegabung führen. Das Stück »Prophezeiung 20/11« wird diese archaische Drohkulisse als Bühnenrealität erproben.

Dabei steht nicht die Wahrscheinlichkeit der Prophezeiung im Vordergrund, sondern vielmehr deren Auswirkung auf das natürliche und soziale Gefüge von Mensch und Tier. Mit den Mitteln von Tanz-, Theater- und Objektkunst will das Stück Fragen nach der Menschlichkeit stellen.

Anlässlich ihres Jubiläums schrieb die euro-scene Leipzig ein eigenes Projekt aus, und zwar für Künstler aus Mitteldeutschland. Als Koproduzenten wurden das Festspielhaus Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und das Thalia Theater Halle gewonnen. Damit wird das Engagement für Eigenproduktionen, zu denen »Speicherung« (2000) und »Tagwerk – Werkstatt – Tanz« (2002 und 2003) gehörten, wieder aktiviert und ausgebaut.

Philipp J. Neumann, 1977 in Leipzig geboren, ist Regisseur, Autor und Filmproduzent. Er führte Regie vor allem bei Werken des Musiktheaters, z. B. von Gluck, Händel und Telemann. An der Musikalischen Komödie Leipzig inszenierte er Stücke von Ravel und Saint-Saëns sowie von Puccini am Thüringischen Landestheater Gera. Mit dem GewandhausKinderchor inszenierte er 2005 die Theresienstadt-Oper »Brundibár« von Hans Krása. Steffi Sembdner war bis 2002 Mitglied des Leipziger Tanztheaters und ist seit 2009 am Theater Görlitz engagiert. Hagen Tilp schloss 2003 ein Studium an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden ab und arbeitet auf dem Gebiet des Puppenbaus und Special Effects für Film und Fernsehen.


Kontakt: ph.j.neumann@web.de

Produktion: euro-scene Leipzig in Koproduktion mit Festspielhaus Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Thalia Theater Halle