19. Festival 2009

Hauptprogramm


Dienstag, 03. Nov. 2009 // 19.30 - 20.30 Uhr (Festivaleröffnung)
Oper Leipzig

Cullberg Ballet, Stockholm


»Point of eclipse«
(»Moment der Verfinsterung«)   (Videoausschnitt  )

Tanzstück



Choreografie und Inszenierung:

Johan Inger

Musik:

Jean-Louis Huhta

Bühnenbild und Lichtdesign:

Jens Sethzman

Kostüme:

Carolina Armenta, Johan Inger

Tänzer:

Agnieszka Dlugoszewska, Sylvie Gehin Karlsson, Gesine Moog, Filipa Peraltinha, Victoria Roberts, Marylise Tanvet, Rachel Tess, Christopher Akrill, Kenneth Bruun Carlson, Shumpei Nemoto, Joaquim de Santana, Adam Schütt, Daniel Sjökvist, Isaac Spencer, Anton Valdbauer

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein öffentlicher Empfang statt.

Am 04. Nov., 17.00 Uhr, wird die Geschichte und Gegenwart des Cullberg Ballets
in einem Videovortrag vorgestellt. Moderation: Dr. Martina Bako, Leipzig.



Die Sonne steht, träge glimmend, hoch am Himmel. Asche durchzieht die Luft und bedeckt den Boden. Irgendeine Katastrophe hat sich ereignet. Man wartet auf eine sich nähernde Sonnenfinsternis und erhofft sich in ihr einen Befreiungsschlag. Geheimnisvoll huscht die Menschengruppe hin und her, lauert und verharrt. Nach langer Dunkelheit bricht sich schließlich das gleißende Licht der Sonne wieder Bahn. Nach einem Klimawandel verheißt die Färbung des Horizonts neue Hoffnung auf die Gelöstheit einer Mittsommernacht.

Seit über 40 Jahren zählt das Cullberg Ballet zu den bekanntesten Tanzensembles Europas, das von Birgit Cullberg 1967 gegründet und 1985-93 von ihrem Sohn Mats Ek geleitet wurde. 1993-95 prägte Carolyn Carlson die Compagnie. Der schwedische Choreograf Johan Inger, ehemals Solist beim Kungliga Baletten (Königliches Ballett) in Stockholm und am Nederlands Dans Theater (NDT) in Den Haag, war 2003-08 künstlerischer Leiter des Cullberg Ballets. »Point of eclipse« (»Moment der Verfinsterung«) ist nach zahlreichen kürzeren Werken 2007 seine erste abendfüllende Choreografie. Er führte das Cullberg Ballet aus der Neoklassik in eine neue moderne Ballettsprache.

Neben den grandiosen 15 Tänzern sind es auch die futuristische Musik von Jean-Louis Huhta und die magische Beleuchtung von Jens Sethzman, die das Stück zu einer unglaublich fesselnden Produktion machen. Das Cullberg Ballet ist nach seinem einzigen Gastspiel 1970 nach 39 Jahren wieder in Leipzig zu erleben.


»Es ist unglaublich kompakt, wenn Atom nach Atom ausbrechen und schließlich explodieren. Alles was übrig bleibt, ist Asche, die herumfliegt und darauf wartet, sich erneut zu entzünden« (Cecilia Olsson, Dagens Nyheter, Stockholm, 04.11.2007).


Uraufführung: 02.11.2007, Dansens Hus, Stockholm

Internetseite der Compagnie: www.cullbergbaletten.se / www.grevesmuehl.de

Produktion: Cullberg Ballet

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch die Schwedische Botschaft, Berlin.