18. Festival 2008

Hauptprogramm


Dienstag 04. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr (Festivaleröffnung)
Mittwoch 05. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Peterskirche

Centre chorégraphique national d’Orléans / Josef Nadj


»Entracte«
(»Pause«)   (Videoausschnitt  )

Tanzstück
Deutschlandpremiere



Choreografie und Inszenierung:

Josef Nadj

Musik:

Akosh Szelevényi

Bühnenbild und szenische Objekte:

Olivier Berthel, Julien Brochard, Clément Dirat, Julien Fleureau

Kostüme:

Françoise Yapo

Lichtdesign:

Rémi Nicolas

Tänzer:

Cécile Loyer, Ivan Fatjo, Peter Gemza, Josef Nadj

Musiker:

Robert Benko, Eric Brochard, Gildas Etevenard, Akosh Szelevényi

Im Anschluss an die Vorstellung am 05. Nov. findet ein Publikumsgespräch mit Josef Nadj und Akosh Szelevényi statt.
Moderation: Nele Hertling, Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Berlin, und ehemalige Intendantin des Hebbel-Theaters Berlin

Zu Josef Nadj siehe auch Werkschau Josef Nadj, »Woyzeck« und »Journal d’un inconnu« sowie Ausstellung und Filme



Vier Tänzer, vier Musiker, ein Bühnenbild aus Eisschollen, Glas, Treppen und Podesten – ein Universum aus Wechsel, Veränderung und Taumel. Wie durch einen Sog zieht es auf labyrinthischen Wegen hinein in einen Raum aus Bewegung und Klang, geheimnisvoll düster und voller Energie zugleich. Ein Gewebe verformt sich, löst sich auf und bildet silhouettenhaft ein neues Netz.

Die Vorlage für das Stück »Entracte« (»Pause«) bildet ein einzigartiges Werk der chinesischen Kultur und Weisheit: »I Ging«, das »Buch der Wandlungen«, eine facettenreiche Sammlung klassischer chinesischer Texte. Es besteht aus 64 Hexagrammen mit dem Grundgedanken ständiger Veränderung. »Entracte« reiht wie ein Netz Knoten für Knoten 64 Ereignisse aneinander. Der Begriff »Pause« verweist auf eine permanente Fortsetzung des Weltenlaufs.

Josef Nadj gehört zu den wichtigsten Choreografen unserer Zeit. Er wurde 1957 in der ungarischsprachigen Region Vojvodina im ehemaligen Jugoslawien, heute Serbien, geboren. Seit 1995 leitet Nadj das Centre chorégraphique national d’Orléans und gastiert mit seiner Compagnie in der ganzen Welt. Akosh Szelevényi, geboren 1966 in Debrecen, studierte Musikgeschichte, Gesang, Klarinette, Fagott und Saxofon. Seit 2003 arbeitet er mit Josef Nadj zusammen.


»Die von der Musik besessenen Künstler spielen mit dem Bühnenbild, den Schatten, dem Licht und dem Schimmer in einer chaotischen Atmosphäre … Stehende Ovationen!« (Laurène Rouillon, La République du Centre, Orléans, 26.04.2008)


Uraufführung: 25.03.2008, Carré Saint-Vincent, Scène nationale d’Orléans

Internetseite der Compagnie: www.josefnadj.com

Management: Martine Dionisio

Produktion: Centre chorégraphique national d’Orléans / Théâtre de la Ville, Paris / la Filature – Scène nationale, Mulhouse / Opéra de Lille

Das Centre chorégraphique national d’Orléans wird unterstützt durch Kultur- und Kommunikationsministerium – D.M.D.T.S. – D.R.A.C. Zentrum / Stadt Orléans / Regionalrat Zentrum / Generalrat Loiret. Es erhält Unterstützung durch CULTURESFRANCE, Paris, für seine Auslandstourneen.

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Französische Botschaft & Bureau du Théâtre et de la Danse, Berlin / CULTURESFRANCE, Paris / Institut français de Leipzig.