18. Festival 2008 / Pressematerial


Pressemitteilungen



Pressemitteilung — 09.11.2008
Pressemitteilung — 04.11.2008
Pressemitteilung — 23.09.2008
Pressemitteilung — 01.02.2008



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Pressemitteilung – 09.11.2008

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Festival euro-scene Leipzig erfolgreich beendet –

mit langen Besucherschlangen an den Abendkassen

Am heutigen Abend geht die euro-scene Leipzig mit »pitié!« (»Erbarme Dich!«) von Alain Platel mit seiner Compagnie Les Ballets C. de la B., Gent, im Leipziger Centraltheater zu Ende. Das neue Tanzstück von Platel, inspiriert durch Bachs »Matthäuspassion« in einer modernen Bearbeitung von Fabrizio Cassol, ist der Abschluss des diesjährigen Festivals.

Unter dem Motto »Taumelnd auf glatter See« widmete sich das diesjährige 18. Festival zeitgenössischen europäischen Theaters dem Gegensatz von glatter Oberfläche und sich dahinter verbergenden Katastrophen. Vom 04. – 09. November zeigte die euro-scene Leipzig 12 Gastspiele aus 8 Ländern in 22 Vorstellungen und 9 Spielstätten.

Ein Höhepunkt war die Werkschau des bekannten Choreografen Josef Nadj, der in Ex-Jugoslawien geboren wurde und seit 1995 das Centre chorégraphique national d’Orléans leitet. Er begeisterte das Publikum in Leipzig mit den drei Produktionen »Entracte« (»Pause«), »Woyzeck« und »Journal d’un inconnu« (»Tagebuch eines Unbekannten«). Deutschlandpremieren waren auch von den Compagnien The Collective of Natural Disasters aus Budapest, Quasi stellar dance company aus Athen und dem Theater Danny & Dessi aus dem bulgarischen Haskovo zu sehen.

Die anderen Gastspiele wurden ebenfalls mit starkem Interesse aufgenommen. In zahlreichen der 9 verschiedenen Spielstätten bildeten sich lange Besucherschlangen an den Abendkassen. »Insgesamt können wir auf einen ausgesprochen erfolgreichen Festivaljahrgang zurückblicken. Nahezu alle Vorstellungen waren ausverkauft«, so die Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff. Bei rund 7.500 Zuschauern erreichte das Festival eine Auslastung von 96,2 %.

Die euro-scene Leipzig dankt allen Geldgebern und Partnern, die das Festival ermöglichen. Den Hauptanteil an der Finanzierung tragen in diesem Jahr die Stadt Leipzig und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Dresden. Hauptpartner ist bereits zum 5. Mal das BMW Werk Leipzig. Weitere Unterstützung geben neben mehreren Ländervertretungen: Nationales Performance Netz, München, Hotel Holiday Inn Garden Court, Leipzig, und Messedruck, Leipzig. Kulturpartner ist MDR Figaro, Medienpartner sind ZDFtheaterkanal, Stadtmagazin kreuzer und nachtkritik.de.

Die nächste euro-scene Leipzig findet vom 03. – 08. November 2009 statt.


Ann-Elisabeth Wolff // Beate Dietrich
Leipzig, 09. November 2008


Kontakt:
euro-scene Leipzig // Gottschedstraße 16 // 04109 Leipzig
Tel. +49-(0)341-980 02 84 // info@euro-scene.de


HINWEIS: Dieser Text ebenso wie Bildmaterial aller Gastspiele und Compagnien, das Logo des Festivals sowie Fotos von Ann-Elisabeth Wolff und Tilmann Broszat sind unter www.euro-scene.de/presse verfügbar.



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Pressemitteilung – 04.11.2008

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Sechs Tage Theatertaumel in Leipzig

Festival euro-scene Leipzig wird heute eröffnet

Am heutigen Abend wird die euro-scene Leipzig eröffnet. Das 18. Festival zeitgenössischen europäischen Theaters beginnt mit dem Tanzstück »Entracte« (»Pause«) von Josef Nadj, einem der bedeutendsten Choreografen Europas, in der Leipziger Peterskirche. Mit vier Tänzern und vier Musikern widmet sich Josef Nadj, in Ex-Jugoslawien geboren und seit 1995 das Centre chorégraphique national in Orléans leitend, dem Thema ständiger Veränderung nach dem chinesischen antiken Buch »I Ging«. Das Festival stellt ihn in einer Werkschau mit drei Produktionen sowie Filmen und einer Ausstellung seiner neuesten Zeichnungen vor. Dabei steht Nadj auch selbst alle sechs Tage auf der Bühne.

Unter dem Motto »Taumelnd auf glatter See« hinterfragt das Festival vom 04. – 09. November den Gegensatz von glatter Oberfläche und sich dahinter verbergenden Katastrophen. In der Programmauswahl von Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff sind 12 Gastspiele aus 8 Ländern in 22 Vorstellungen und 9 Spielstätten zu sehen. Die Bandbreite der Produktionen umfasst Tanz- und Sprechtheater sowie Zwischenbereiche performativer Kunst und musikalischer Bühnenformen.

Deutschlandpremieren gibt es von den Compagnien The Collective of Natural Disasters aus Budapest, Quasi stellar dance company aus Athen und dem Theater Danny & Dessi aus dem bulgarischen Haskovo zu sehen. Weiterhin sind das Orphtheater Berlin mit einer musikalischen Revue nach Texten von Heiner Müller und ein mitreißendes HipHop-Tanzstück der Compagnie E-Motion, Düsseldorf zu sehen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Filmen, Gesprächen und einem Workshop, ergänzt die Gastspiele. Das Festivalcafé befindet sich im Restaurant Telegraph, das auch die Festivalkasse beherbergt.

Die euro-scene Leipzig 2008 wird finanziert aus Mitteln der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen. Hauptpartner ist bereits zum 5. Mal das BMW Werk Leipzig. Zahlreiche weitere Partner und Ländervertretungen unterstützen das Festival. Kulturpartner ist MDR Figaro, Medienpartner sind der ZDFtheaterkanal, nachtkritik.de und das Stadtmagazin kreuzer.

Die euro-scene Leipzig wurde 1991 gegründet und bringt alljährlich im November experimentelles Theater und innovativen Tanz aus zahlreichen europäischen Ländern nach Leipzig. Sie gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Festivals dieser Art in Europa.


Ann-Elisabeth Wolff // Beate Dietrich
Leipzig, 04. November 2008


Kontakt:
euro-scene Leipzig // Gottschedstraße 16 // 04109 Leipzig
Tel. +49-(0)341-980 02 84 // info@euro-scene.de


HINWEIS: Dieser Text ebenso wie Bildmaterial aller Gastspiele und Compagnien, das Logo des Festivals sowie Fotos von Ann-Elisabeth Wolff und Tilmann Broszat sind unter www.euro-scene.de/presse verfügbar.



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Pressemitteilung – 23.09.2008

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»Taumelnd auf glatter See«

Theaterfestival euro-scene Leipzig bringt den Taumel auf die Bühne und stellt den Choreografen Josef Nadj in einer Werkschau vor

Die euro-scene Leipzig findet vom 04. – 09. November 2008 zum 18. Mal statt. Unter dem Motto »Taumelnd auf glatter See« widmet sich das Festival zeitgenössischen europäischen Theaters dem Gegensatz von glatter Oberfläche und sich dahinter verbergenden Katastrophen, sei es im psychologischen oder gesellschaftlichen Bereich. Vorgesehen sind 12 Gastspiele aus 8 Ländern in 22 Vorstellungen und 9 Spielstätten. Die Schirmherrschaft übernahm Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig.

»Ein ruhiges Gewässer wirkt so idyllisch wie auch unheimlich und beängstigend. Überspielte Unsicherheiten, verkrampfte Wahrung des schönen Scheins und die immer hektischer werdende Suche nach Lebensinhalt bestimmen unser Dasein. Das diesjährige Festival will sensibilisieren für den Taumel und Mut machen zum Eingeständnis von Schwäche. Das Glatteis des Daseins beinhaltet die glitzernde Fassade ebenso wie die latente Gefahr des Durchbrechens«, so Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff. Die Bandbreite der Produktionen umfasst Tanz- und Sprechtheater sowie Zwischenbereiche performativer Kunst und musikalischer Bühnenformen.

Erstmals stellt das Festival einen Künstler mit einer Werkschau vor: Josef Nadj, einer der bedeutendsten Choreografen Europas, stammt aus Ex-Jugoslawien. Er leitet seit Jahren das Centre chorégraphique national in Orléans und wird die euro-scene Leipzig mit der Deutschlandpremiere seines neuesten Stücks »Entracte« (»Pause«) in der Peterskirche eröffnen. Außerdem sind seine wunderbar skurrilen Produktionen »Woyzeck« und »Journal d’un inconnu« (»Tagebuch eines Unbekannten«) sowie Filme und eine Ausstellung zu sehen.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist das neue Tanzstück von Alain Platel, der bereits mehrfach Gast der euro-scene Leipzig war. Mit seiner Compagnie Les Ballets C. de la B., Gent, zeigt er »pitié!« (»Erbarme Dich!«), inspiriert durch Bachs »Matthäuspassion« in einer modernen Bearbeitung von Fabrizio Cassol. Neben mehreren Deutschlandpremieren aus Budapest, Athen und dem bulgarischen Haskovo gibt es ein Wiedersehen mit dem Orphtheater Berlin sowie ein mitreißendes HipHop-Tanzstück der Compagnie E-Motion, Düsseldorf. Die diesjährige Carte blanche für ein Gastspiel ging an Tilmann Broszat, künstlerischer Leiter des Festivals SPIELART, München, der die Spanierin Cuqui Jerez einlud.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Filmen, Gesprächen und einem Workshop, ergänzt die Gastspiele. Erstmals kreierte die euro-scene Leipzig eine eigene Vorverkaufskasse, die sich – ebenso wie das Festivalcafé – im Café-Restaurant Telegraph befinden wird. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 27. September 2008.

Die euro-scene Leipzig 2008 wird finanziert aus Mitteln der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen. Hauptpartner ist bereits zum 5. Mal das BMW Werk Leipzig. Daneben erfährt das Festival Unterstützung durch Partner wie das Hotel Holiday Inn Garden Court, Leipzig, Ländervertretungen, z. B. Französische Botschaft, Berlin, und CULTURESFRANCE, Paris. Kulturpartner ist MDR figaro, Medienpartner sind ZDFtheaterkanal, das Leipziger Stadtmagazin kreuzer und das Online-Portal nachtkritik.de.

Die euro-scene Leipzig wurde 1991 gegründet und bringt alljährlich im November experimentelles Theater und innovativen Tanz aus ganz Europa nach Leipzig. Sie gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Festivals dieser Art in Europa.


Ann-Elisabeth Wolff // Beate Dietrich
Leipzig, 23. September 2008


Kontakt:
euro-scene Leipzig // Gottschedstraße 16 // 04109 Leipzig
Tel. +49-(0)341-980 02 84 // info@euro-scene.de


HINWEIS: Dieser Text ebenso wie Bildmaterial aller Gastspiele und Compagnien, das Logo des Festivals sowie Fotos von Ann-Elisabeth Wolff und Tilmann Broszat sind unter www.euro-scene.de/presse verfügbar.



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Siehe auch »Nachricht aus Leipzig« zum Caroline Neuber-Preis 2008


Das Dezernat Kultur informiert — 01.02.2008

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Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff erhält den Caroline Neuber-Preis der Stadt Leipzig 2008


Ann-Elisabeth Wolff erhält den mit 6.000 Euro dotierten Caroline Neuber-Preis 2008.

Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung eine Theaterschaffende, die sich seit der Gründung des internationalen Theater-Festivals euro-scene Leipzig im Jahr 1991 mit nicht nachlassender Kraft für den Aufbau und den Erhalt dieses Festivals eingesetzt hat.

Die Preisverleihung findet anlässlich des Geburtstages von Caroline Neuber am 9. März 2008 im Rahmen einer Matinee im Schauspiel Leipzig statt.

Nach dem frühen Tod des Gründungsdirektors der euro-scene Matthias Renner, mit dem Ann-Elisabeth Wolff bereits das erste Programm konzipiert hatte, war sie ohne Zögern bereit, die Leitung und damit die volle Verantwortung für dieses Festival zu übernehmen.

Es ist ihr nicht nur gelungen, immer wieder die notwendige Finanzierung zu sichern und so eine beeindruckende Kontinuität zu schaffen, sie hat der euro-scene Leipzig, dem ersten bedeutenden Festival für zeitgenössisches europäisches Theater in einem neuen Bundesland, mit wohldurchdachten Konzepten ein eigenes Profil gegeben. Die Programme sind nicht, wie so häufig zu beobachten, zusammen gemischt aus den gerade modischen, durch die Welt reisenden »events« des aktuellen Theaterangebots, sondern mit Bedacht ausgesucht für ein spezielles Publikum in Leipzig und folgen erkennbaren inhaltlichen Linien und Themen.

Der große Zuspruch der Besucher, ihre kritische Offenheit gegenüber oft anspruchsvollen und radikalen Präsentationen zeitgenössischen Theaters und Tanzes sind Ergebnis dieser sorgfältigen Aufbauarbeit.

Angetrieben von einer immer wachen Neugier, unermüdlich auf Reisen und der Suche nach neuen, überzeugenden künstlerischen Ausdrucksformen hat Ann-Elisabeth Wolff mit der euro-scene ein Festival geschaffen, das zunehmend auch internationale Beachtung findet und ein interessiertes Publikum nach Leipzig lockt.

Sie ist damit eine würdige Nachfolgerin von Caroline Neuber.

Mit dem seit 1998 alle zwei Jahre vergebenen Preis ehrt die Stadt weibliche Theaterschaffende aus dem deutschsprachigen Raum, die mit ihren hervorragenden künstlerischen Leistungen Maßstäbe gesetzt haben.

Der Preis erinnert an die deutsche Schauspielerin und Theaterprinzipalin Friederike Caroline Neuber (1697 - 1760). Die »Neuberin«, wie sie auch genannt wurde, arbeitete eng mit Gottsched zusammen, erhielt 1727 das sächsische Privileg, ein festes Theater zu führen, und verbannte in Leipzig im Jahre 1737 auf offener Bühne in einem allegorischen Vorspiel den Hanswurst von der Bühne.

Bisherige Preisträgerinnen waren die Schauspielerin Jutta Hoffmann (1998), die Schauspielerin Inge Keller (2000), die Regisseurin Konstanze Lauterbach (2002), die langjährige Intendantin des Berliner Hebbel-Theaters Nele Hertling (2004) und die Regisseurin Karin Henkel (2006).


Ann-Elisabeth Wolff

Ann-Elisabeth Wolff, 1953 in Halle/Saale geboren, wuchs in Leipzig auf. Ihre Eltern waren der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Hellmuth Christian Wolff und die Opernsängerin Liselotte Wolff. Sie studierte von 1971-1975 Musikwissenschaft an der Karl-Marx-Universität Leipzig und schloss mit einem Diplom ab. Neben ihrem Studium absolvierte sie eine Ausbildung in Klavier und Gesang an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. An der Theaterhochschule »Hans Otto« in Leipzig belegte sie als Gasthörerin das Fach Theaterwissenschaft. Eine Regieassistenz an der Oper Leipzig bei Joachim Herz gab erste Einblicke in die künstlerische Praxis.

Ann-Elisabeth Wolff arbeitete seit 1975 als Lektorin für Bühnenwerke und Vokalmusik im Musikverlag Edition Peters Leipzig bis zu dessen Schließung im Jahr 1990. Gleichzeitig war sie seit 1985 für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften über Musiktheater und Tanz journalistisch tätig.

Im Jahr 1991 gründete sie mit Matthias Renner das Theater- und Tanzfestival euro-scene Leipzig und war dessen Stellvertreterin. Nach Renners überraschendem Tod 1993 übernahm sie die Direktion und leitet das Festival bis heute. Die euro-scene Leipzig ist das einzige Festival für zeitgenössisches Theater und innovativen Tanz in den neuen Bundesländern sowie eines der wichtigsten seiner Art in Europa. 2002 holte sie die »Tanzplattform Deutschland« nach Leipzig und war deren Projektleiterin.

Als Festivaldirektorin ist Ann-Elisabeth Wolff Mitglied des Informal European Theatre Meeting (IETM) mit Sitz in Brüssel und des Internationalen Theaterinstitutes (ITI), Sektion Bundesrepublik Deutschland in Berlin. 2006 wurde sie in den Vorstand des ITI gewählt.

Gemeinsam mit dem Theaterwissenschaftler Michael Freundt veröffentlichte sie die Publikation: »Neugier und Leidenschaft« – Festivalschrift anlässlich der 10. euro-scene Leipzig.


Leipzig, 01.02.2008


Ansprechpartnerin für die Medien:
Tina Heuer, Kulturamt, Tel. 0341-123 4269 // tina.heuer@leipzig.de