16. Festival 2006

Hauptprogramm


Mittwoch 08. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Donnerstag 09. Nov. // 22.00 – 23.15 Uhr
Neue Szene / Schauspiel Leipzig

Teatr.doc, Moskau

in Zusammenarbeit mit SounDrama Studio


»Dok.Tor«

Theaterstück



Text:

Elena Isajewa

Inszenierung:

Wladimir Pankow

Bühnenbild und Kostüme:

Sergey Agafonov, Natalia Zholobova

Lichtdesign:

Natalia Zholobova

Technische Leitung:

Vladimir Nelinov

Darsteller:

Olga Berger, Alica Estrina, Alina Olschanskaya, Sergey Agafonov, Sergey Shevtchenko, Andrey Zavodyuk

Musiker:

Sergey Rodyukov, Akkordeon

Simultansprecher:

Ralf Siebelt

In russischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung



Ein junger Arzt wird nach seinem Studium in die Provinz geschickt. Zunächst beflügelt von Idealen, bringt ihn die Realität des russischen provinziellen Gesundheitswesens schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Zwischen Wodkagläsern und sauren Gurken muss er mit rostigen Geräten hantieren, als Chirurg Kinder auf die Welt holen und vor allem trinkfest sein.

»Dok.Tor« ist ein zeitkritisches und gleichzeitig äußerst unterhaltsames Stück. Die Inszenierung vervielfacht die Schauspieler in eine Art griechischen Chor und lässt aus dem Text ein Gleichnis werden. Die gesellschaftsbezogene Thematik in Verbindung mit der innovativen, stark musikalisch geprägten Regiehandschrift und den phantastischen Schauspielern schaffen ein Theaterereignis von hoher Qualität.

Wladimir Pankow, geboren 1975 in Moskau, ist einer der erfolgreichsten Nachwuchsregisseure der Moskauer Szene und erhielt zahlreiche Preise. Als Schauspieler wirkte er in internationalen Produktionen mit und arbeitet auch als Komponist für Theater und Fernsehen. Elena Isajewa, geboren 1966 in Moskau, arbeitet als Dramatikerin, Lyrikerin und Drehbuchautorin. Ihre Theatertexte werden in vielen Theatern Russlands aufgeführt und regelmäßig ausgezeichnet.

Das Teatr.doc wurde 2002 von den Dramatikern Elena Gremina, Mikhail Ugarow, Olga Mikhailowa und Maxim Kuroschkin gegründet und besitzt mittlerweile in Russland Kultstatus. 28 Produktionen hat die Compagnie bisher herausgebracht und zieht vor allem das junge Publikum in Scharen ins Theater.


»In einer rasanten Stunde erzählt die großartige Collage zwischen Techno, Pop, Akkordeon und Sprechgesang von den Widrigkeiten einer medizinischen Versorgung, der es nicht nur an Personal und Gerätschaften mangelt, sondern bei der auch die Moral schwindet« (Kristin Becker, taz, Berlin, 17.06.2006).


Uraufführung: 07.11.2005, Teatr.doc, Moskau

Internetseiten der Compagnie: www.soundrama.ru

Produktion: Teatr.doc, Studio SounDrama

Das Gastspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch das Goethe-Institut, München.