16. Festival 2006

Hauptprogramm


Freitag 10. Nov. // 19.30 – 20.30 Uhr
Samstag 11. Nov. // 19.30 – 20.30 Uhr
BMW Werk Leipzig

Compagnie Hans-Werner Klohe, Berlin


»Hugo Wolf Projekt«

Tanztheater



Choreografie:

Hans-Werner Klohe

Musik:

Hugo Wolf, Alexander Skrjabin

Bühnenbild und Kostüme:

York Landgraf

Lichtdesign und technische Leitung:

Benjamin Schälike

Tänzer:

Veronica Cendoya, Barcelona, Hans-Werner Klohe, Berlin

Klavier:

Anne Le Bozec, Conservatoire National Supérieur de Musique, Paris

Gesang:

Christoph Sökler, Bariton, Stuttgarter Staatsoper

Im Anschluss an beide Vorstellungen findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Volkmar Draeger, Journalist, Berlin

Kostenloser Bus-Shuttle:
\ Abfahrt 18.45 Uhr Schauspielhaus / Ecke Dittrichring
\ sowie im Anschluss an die Vorstellung (Abfahrt 20.45 Uhr) und an das Publikumsgespräch (Abfahrt 21.30 Uhr): 10. Nov. Rückfahrt zum Kellertheater, Werk II und Schauspielhaus 11. Nov. Rückfahrt zur Schaubühne Lindenfels, Werk II und Schauspielhaus



Wie ein eng verschlungener Knoten bewegt sich das Quartett über die Bühne, bis ein jeder seine Position findet. Doch immer wieder verwischen sich die Grenzen. Die Pianistin und der Bariton werden zu Tänzern und die Tänzer greifen in die Flügelsaiten. Es ist ein Spiel über Leidenschaft und Zurückweisung, über die Irrungen und Wirrungen jugendlicher Gefühlswelten.

Der Berliner Choreograf Hans-Werner Klohe wählte Lieder von Hugo Wolf (1860-1903) und Klavierstücke von Alexander Skrjabin (1872-1915) zum Ausgangspunkt für sein Tanzstück. Die poetischen Phantasien und Bilder, welche die Musik auslöst, werden in zeitgenössische tänzerische Bewegungen übersetzt. Dadurch gelingt es, das heute bisweilen als pathetisch und verstaubt geltende klassische Liedgut in die Gegenwart zu holen und ihm eine ungeahnte Aktualität zu verleihen.

Hans-Werner Klohe, geboren 1970 in Mannheim, studierte Tanz und Choreografie an der Ballettakademie Köln und der Heinz Bosl-Stiftung in München. Er tanzte u.a. bei Introdans (Niederlande), dem TanzTheaterBasel sowie in der legendären »Schwanensee«-Choreografie von Matthew Bourne am Broadway in New York. Zuletzt hat er mit Joachim Schlömer und Sasha Waltz gearbeitet. Seit 2001 produziert er eigene Tanzstücke, darunter »RISSE« (2003) und »narziss.04« (2004). Seine Zusammenarbeit mit Veronica Cendoya, Anne Le Bozec und Christoph Sökler, deren künstlerische Qualität auf internationalem Parkett spielend mithalten kann, muss als Glücksfall bezeichnet werden.


»Wolfs Lieder gewinnen, wenn der Sänger choreografisch integriert ist und mutig in Schwüngen, aufrecht oder liegend, seine Stimme körperlich erschüttern lässt. So kommt der Energiefluss der Musik, die der Tanz übersetzt, zuletzt als Bewegung in der Musik wieder an. Das ist etwas, das den allerwenigsten solcher Experimente gelingt« (Constanze Klementz, Berliner Morgenpost, 17.09.2005).


Uraufführung: 15.09.2005, St. Elisabeth-Kirche, Berlin

Internetseiten der Compagnie: www.hans-werner-klohe.de

Produktion: Hans-Werner Klohe

Das Gastspiel wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.