15. Festival 2005

Rahmenprogramm


Samstag 05. Nov. // 14.30 – ca. 17.15 Uhr
Eintritt frei
Film Nr. 4 – Festivalzentrum im theater fact

Film von Alain Platel


»Wolf«

Fernsehadaption einer Inszenierung von Les Ballets C. de la B., Gent



Konzept und Inszenierung: Alain Platel
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart / Musikalische Bearbeitung: Sylvain Cambreling
Bühnenbild: Bert Neumann // Choreografie: Gabriela Carrizo // Fernsehregie: Peter Schönhofer
Tänzer: Les Ballets C. de la B., Gent / Sängerinnen : Marina Comparato, Mezzosopran, Ingela Bohlin und Alexaksandra Zamojska, Sopran / Musiker : Klangforum Wien
Produktion: ZDFtheaterkanal, ARTE 2004 // Dauer: 130 Minuten
Koproduktion: RUHRtriennale, KunstenFestivaldesArts, Brüssel / Opéra National de Paris

Einführung und im Anschluss Gespräch: Alain Platel / Moderation: Renate Klett, Publizistin, Berlin



Das Stück »Wolf (oder wie Mozart auf den Hund kam)« des belgischen Regisseurs Alain Platel entwirft eine Choreografie aus Gesang, Tanz, Akrobatik, Parodie, Slapstick, Gewalt, politischer Manifestation und Poesie – ein Reich der Sinne, wie es im Theater selten zu sehen ist. Seit seiner Uraufführung im Mai 2003 in Duisburg trat es seinen Siegeszug durch die Metropolen Europas an.

Die Auseinandersetzung mit der Musik Mozarts führt zum archaischen Konflikt des »Clash of the cultures«, dem Unterschied zwischen Rohem und Gekochtem, zwischen Wildnis und domestiziertem Leben, zwischen unbehauener Lebensgier und kultivierten, gebändigten Lebensentwürfen. Platel schafft ein Vorstadtszenario, in dem 15 Tänzer und Sänger Liebe und Hass und ihre politischen Statements zur Welt- und Kriegslage ausspielen.

Alain Platel, geboren 1956 in Gent, war bei der euro-scene Leipzig bisher mit vier Stücken zu Gast: »La Tristeza cómplice« (»Die Traurigkeit teilen«, 1996), »Bernadetje« (1997), »Iets op Bach« (»Kleinigkeiten zu Bach«, 1998) und »Allemaal Indiaan« (»Jedermann ist ein Indianer«, 2000). Und er blieb uns durch seinen Wettbewerb »Das beste deutsche Tanzsolo« über die Jahre hin verbunden.


Mit freundlicher Unterstützung durch ZDFtheaterkanal und ARTE