14. Festival 2004

Hauptprogramm


Freitag 12. Nov. // 17.00 – 18.30 Uhr und 19.30 – 21.00 Uhr
Neue Szene

Mart Kangro / Renate Keerd, Tallinn


»Mart auf der Bühne« / »Bewegtes Zuhause«

Performance und Tanzstück



»Mart auf der Bühne« (»Mart on stage«)

Konzept, Choreografie und Performance:

Mart Kangro

Musik:

Sergei Prokofjev (aus dem Ballett »Romeo und Julia«)

Uraufführung: 03.12.2003, Valenciennes

Internetseiten der Compagnie: www.saal.ee

Produktion: Lignes de Corps – Festival Valenciennes, Kanuti Gildi SAAL/Tallinn

Textpassagen in englischer Sprache. Eine deutsche Übersetzung ist erhältlich.





»Bewegtes Zuhause« (»Mobile home«)

Deutschlandpremiere

Konzept und Choreografie:

Renate Keerd

Musik:

The Cinematic Orchestra, Stina Nordenstrom, Aphex Twin

Text:

Artur Alliksaar

Tänzer:

Renate Keerd, Päär Pärenson

Uraufführung: 18.08.2003, Tallinn

Internetseiten der Compagnie: www.saal.ee

Produktion: Kanuti Gildi SAAL/Tallinn



Die Tanzszene Estlands ist jung und international kaum bekannt. Zwei Künstler fallen durch ihre Eigenwilligkeit und Individualität besonders auf: Renate Keerd und Mart Kangro.

Mart Kangro, 1974 in Tartu geboren, erhielt seine Tanzausbildung an der Pädagogischen Universität in Tallinn. Er war 1996-2001 Mitglied der Ballettcompagnie der estnischen Staatsoper in Tallinn, wo er auch den Priester in Sergei Prokofjevs Ballett »Romeo und Julia« tanzte: »Ich hatte etwa 45 Minuten bis zu meinem nächsten Auftritt. Meistens ging ich direkt zu meine Garderobe, wo ich ein paar Zeitungen und Bücher zum Lesen habe … Aber es war schwierig, sich auf etwas anderes zu konzentrieren, weil ich Angst hatte, meine nächste Szene zu verpassen.« Dadurch wurde Kangro zu seinem Solo »Mart on stage« angeregt. Er arbeitete als Tänzer mit Xavier Le Roy und wurde 2002 eingeladen, an Thomas Lehmens Projekt »Schreibstück« als Choreograf mitzuwirken.

Renate Keerd wurde 1978 in Pärnu geboren. »Mobile home« ist eine Reise durch estnische Landschaften, eine Art Erkundungstour mit der für Estland typischen Neugier auf Unbekanntes. Bilder eines Films verschmelzen mit Elementen des Tanzes, und langsam entwickelt sich das Solo zum Duett. Ein Mann und eine Frau in bäuerlichem Milieu, naturverbunden. Renate Keerds Triologie »Mystical sounds in the snoring night« (»Geheimnisvolle Geräusche in schnarchender Nacht«) entstand ab 1998 während ihres Studiums auf der Kulturhochschule in Viljandi. Einzelne Teile von »Mystical sounds … « waren zu sehen in Berlin, Gdánsk, Kaunas, Vilnius, Helsinki und Moskau. Renate Keerd und Mart Kangro gastierten auch beim »Manöver«-Festival 2001 in Leipzig.


Die Gastspiele erfolgen mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts, München.