13. Festival 2003

Rahmenprogramm


Samstag 08. Nov. // 14.00 – 15.30 Uhr
Eintritt frei
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Podiumsdiskussion


»Love is all you need? Das unheimlich Fremde.«



Als Einleitung wird der Film »asylum« (15 Min.) von Julian Rosefeldt, Berlin, uraufgeführt.


Gesprächsteilnehmer:

Roberto Ciulli: Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter, Theater an der Ruhr, Mülheim
Richard Gaul: Leiter Konzernkommunikation und Politik, BMW Group, München
Anetta Kahane: Amadeu Antonio Stiftung, Berlin
SAID: Schriftsteller, München
Moderation: Thomas Bille, Journalist, Leipzig

Podiumsdiskussion veranstaltet von BMW Group, München
in Zusammenarbeit mit euro-scene Leipzig



»Die Liebe = Chance der Unmöglichkeit«, der Titel der diesjährigen euro-scene Leipzig, verführt, den Implikationen von Liebe nachzuspüren und den Spuren nachzugehen, die Fragen um die Liebe aufwerfen. Liebe impliziert auch ihr Gegenteil. Liebe und Hass sind Ausdruck von Lebendigkeit, von Bewegtheit, von Emotion. Leidenschaft und Fanatismus liegen eng beieinander. Verschmelzung, Ausgrenzung, Ausmerzung.

Liebe verbindet sich mit Nähe. Mit Feindlichkeit und Hass nimmt die Ferne zu. Distanz ist zu wahren und zu überwinden. Das eigene Vertraute ist wahrzunehmen in selbstkritischer Distanz, dem anderen Fremden entgegen zu gehen, angstfrei und ohne Aggression, offen und ohne Vorurteil. Hier zu Lande und nicht nur dort, wo wir dem exotisch Fremden auf seine Insel entgegenfliegen und von ihm schwärmen.

Die Fremde, Fremdheit, der Fremde, Verfremdung. Worte, unheimlich vertraut. Sich das eigene Bild von dem Fremden vor Augen führen, das Klischee, das jenes Andere abstempelt, abspaltet, ausblendet, zu sehen. Dies ist eine Chance, im Dialog wechselseitiges Verstehen zu ermöglichen. Gemeinsam Fragen stellen und Antworten suchen. Wirklichkeit und Wahrnehmung, Normalität und Abweichung, Verständigung und Versöhnung.