13. Festival 2003

Hauptprogramm


Freitag 07. Nov. // 22.00 – 23.45 Uhr
Samstag 08. Nov. // 22.00 – 23.45 Uhr
Schaubühne Lindenfels

Wayn Traub, Antwerpen


»Maria Dolores« Wayn Wash I

Ein Theater/Film/Musik-Projekt

Deutschlandpremiere



Konzept und Inszenierung:

Wayn Traub

Musik:

Wim De Wilde


Theater

Bühnenbild:

Wayn Traub

Kostüme:

Ulrike Gutbrod

Lichtdesign:

Jo Leys

Darstellerinnen:

Marie Lecomte (Marie), Simonne Moesen (Dolores)


Film

Text:

Jean-Benoit Ugeux

Regie und Kamera:

Wayn Traub

Kostüme:

Sky Vanderhoek

Darsteller:

Marie Lecomte, Dolores Bouckaert, Wayn Traub, Jean-Benoit Ugeux, Eno Krojanker, Jean Segani, Didier de Neck, Eric Kempeneers, Rodolphe Coster, Renaud Cagna, Jean De Befve, Hilde Wils, Dominique Pattuelli, Lou Demeyere, Chokri Benchi Kha, Zouzou Benchi Kha, Walid Benchi Kha, Kurt Verleure, Pol Pauwels, Michel Mentens

In flämischer und französischer Sprache mit deutscher Übertitelung



Marie und eine Nonne, die sich Dolores nennt, stehen im Dialog. Im Film liegt Marie in einem Krankenhaus, ihr erscheint die heilige Jungfrau. Auf der Bühne lebt sie in ihren Träumen und wird schwanger. Dolores hat etwas von einem Erzengel und tötet das ungeborene Leben. Man dreht einen Film – im Film, dessen Regisseur Geert auch selbst das szenische Geschehen eröffnete.

Die Liebe zur Jungfrau Maria als Folgeerscheinung sexueller Frustration – eine faszinierende Betrachtung des jungen flämischen Künstlers Wayn Traub, der nicht gläubig, aber von den Geschehnissen der Bibel fasziniert ist. Wie steht unsere moderne Welt zu religiösem Wahn und unbefleckter Empfängnis? Maria und der heilige Geist reichen sich als Urelemente christlichen Glaubens und liebenswerte Comicfiguren im Einvernehmen die Hand.

In »Maria Dolores« sind die Genregrenzen völlig aufgehoben. Theaterstück und Film verschmelzen durch die hoch expressive Musik auch beinahe zur Oper. Wayn Traub wurde, unter dem Namen Geert Bové, 1972 in Brüssel geboren, sein Großvater war der Konditor des Belgischen Königs. Er studierte Kunst- und Theatergeschichte in Gent und Paris und gehört derzeit zu den eigenwillig-sten Persönlichkeiten der flämischen Theater- und Filmszene.


Uraufführung: 05.09.2002, Genf

Internetseiten der Compagnie: www.toneelhuis.be

Produktion: Wayn Traub

Koproduktion: Centre des Arts scéniques/Charleroi, Schouwburg Rotterdam, STUK/Leuven, Victoria/ Gent, Kunstencentrum Vooruit/Gent, La Bâtie-Festival de Genève

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung von Ministerie van de Vlaamse Gemeenschap, Brüssel.