13. Festival 2003

Hauptprogramm


Samstag 08. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 09. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
Kellertheater der Oper Leipzig

vroom, Zürich


»Torrance & Grady«

Ein Theaterstück

Deutschlandpremiere



Inszenierung und Bühnenbild:

Lukas Bangerter

Toncollage:

Ernst Thoma

Lichtdesign:

Bert de Raeymaecker

Darsteller:

Philippe Nauer, Dominique Rust



Zwei Männer sammeln Liebesszenen auf Tonband – wie andere Leute Schmetterlinge. Ihre Sammelstücke sind schön, aber tot, unaufhörlich versuchen sie, ihr Archiv zu reanimieren und ihre Kollektion zum Leben zu erwecken. Doch das Archiv hat seine Archivare längst vereinnahmt, und eine Scheinwelt täuscht die beiden Typen darüber hinweg, dass sie beziehungslos sind, obwohl sie sich permanent aufeinander beziehen. Auf der Suche nach der vollkommenen Romanze, dem ganz großen Gefühl, für das es sich lohnt zu leben, verlieren sich zwei Menschen in einem Labyrinth, das in der Banalität des Alltags den Zauber des Augenblicks ins Unendliche zu dehnen versucht.

Das kleine Stück ist eine Perle von Theater, in Zürich aufgeführt in dem engen Raum eines unheimlichen Eisenbahnviadukts. Philippe Nauer und Dominique Rust gehören zu den Spitzendarstellern der freien Schweizer Theaterszene, die feinen Zwischentöne großer Schauspielkunst beherrschend. Sie haben die beste Ausbildung absolviert und spielen in bekannten Formationen, z. B. beim Klara Theater Basel. Dominique Rust hat schon einmal bei der euro-scene Leipzig gastiert, und zwar 1999 in dem Trio »Die Flecken der Giraffe« im LOFFT.


»Wie gefährlich die Liebe ist und sie auch jene nicht ungeschoren davonkommen lässt, die sich ihr unter keimfreien Bedingungen zu nähern versuchen, führt diese Sezierstunde grandios vor« (Der Bund, Zürich, 16.12.2002).


Uraufführung: 13.12.2002, Bern

Emailadresse der Compagnie: dominique.rust@bluewin.ch

Produktion: vroom

vroom wird unterstützt durch Präsidialdepartment der Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, KulturStadtBern, Amt für Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Pro Helvetia, MIGROS Kulturprozent, Alexander-Stiftung, Alfred Richterich Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung zur Förderung der Darbietenden Künste.

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia, Zürich.