13. Festival 2003

Hauptprogramm


Samstag 08. Nov. // 16.00 – 18.15 Uhr
Sonntag 09. Nov. // 16.00 – 18.15 Uhr
Kleiner Probensaal der Hochschule für Musik und Theater
»Felix Mendelssohn Bartholdy«, Dittrichring 21

Theater RambaZamba, Berlin


»Orpheus ohne Echo«

Eine RambaZamba-Oper



Buch und Regie:

Gisela Höhne

Musik:

Georges Bizet, Christoph Willibald Gluck, Amilcare Ponchielli, Giacomo Puccini u.a.

Musikauswahl und Komposition:

Bianca Tänzer, Anna Katharina Kaufmann, Jacob Höhne

Bühnenbild:

Angelika Dubufé

Kostüme und Masken:

Beatrix Brandler

Video:

Alexander Petersdorf

Darsteller und Musiker:

Grit Burmeister, Juliana Götze, Moritz Höhne, Hans-Harald Janke, Anna Katharina Kaufmann, Jan-Patrick Kern, Franziska Kleinert, Jennifer Lau, Martin Lindner, Joachim Neumann, René Schappach, Patricia Schulz, Rita Seredßus, Michael Ulfik, Anke Wicklein, Nele Winkler, Michael Wittsack



Hades, der Gott des Totenreiches, begehrt Eurydike und holt sie in sein Reich. Ihr Mann Orpheus begibt sich auf die Suche nach ihr in die Unterwelt. Er darf sie mit sich nehmen unter der Bedingung, sie auf dem Weg nach oben nicht anzusehen. Aus Liebe zu ihr blickt er sich doch um, sie stirbt erneut. Orpheus hat sie für immer verloren. Die klassische Sage war Vorlage für zahlreiche Bühnenwerke, so z. B. für Opern von Claudio Monteverdi (1607) und Christoph Willibald Gluck (1762) sowie die Operette »Orphée aux enfers« (»Orpheus in der Unterwelt«) von Jacques Offenbach (1858).

Das Theater RambaZamba wurde 1991 von Gisela Höhne und Klaus Erforth gegründet. Es macht aus dem Mythos quicklebendiges Theater voller Humor und Menschlichkeit. Die Wechsel zwischen Überhöhung und Stilisierung, Bezügen zur Oper und ironisch gebrochenem Alltag lassen das Thema Geschlechterkampf wie neu erscheinen. RambaZamba war mit Samuel Becketts »Endspiel« im Jahr 2001 schon einmal bei der euro-scene Leipzig zu Gast.


»RambaZamba ist ein integratives Theater, vier der Darsteller der Euridikes und der Orpheuse sind Träger des Down-Syndroms und also entsprechend in ihren Bewegungen und Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt. Doch keinen Augenblick fiele einem ein, darum den Begriff Laien- oder Behindertentheater zu verwenden. So fein sind Konzept und Rhythmus der Aufführung auf die Darsteller abgestimmt, dass ihre Behinderung nicht als Manko, sondern als Stärke erscheint« (Frankfurter Rundschau, 06.09.2001).

»Selten hat man ein Publikum so still gesehen. Zaubersekunden. Theaterglück. Einer jener raren Momente, in denen, den Zuschauer förmlich anspringend, Ur-Menschliches aufblitzt, Einsamkeit, Verlassenheit, Verletzlichkeit – die Condition humaine, wahr und bar jeden Schutzes« (Stern, Hamburg, Nr. 52, 19.12.2001).


Uraufführung: 03.02.2001, Berlin

Internetseiten der Compagnie: www.sonnenuhr-berlin.de

Produktion: RambaZamba, Theater des Vereins SONNENUHR e.V. in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg, Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung und andere

Das Theater RambaZamba wird unterstützt durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Soziales und Familie und Jugend, Stichting Horizon/Rotterdam, EUROPA CARTON, Berliner Werkstätten für Behinderte.