13. Festival 2003

Hauptprogramm


Sonntag 09. Nov. // 19.30 – 20.30 Uhr
Schauspielhaus

Festivalabschluss

Provincial Dances Theatre, Jekaterinburg


»Wings at Tea«
(»Flügel auf Tee«)

Tanztheater

Deutschlandpremiere



Choreografie:

Tatiana Baganova

Musik:

Chris Lancaster, Yma Sumac, Johann Sebastian Bach, Metallica

Bühnenbild:

Tatiana Baganova, Olga Pautova

Kostüme:

Olga Pautova

Lichtdesign:

David Ferri, Andrei Plechakov

Tänzer:

Tatiana Baganova, Ekaterina Ivanova, Olga Sevostianova, Anastassia Sokolova, Ekaterina Zharinova, Ravil Galimov, Alexander Gurvich, Ilya Shangin, Mikhail Tcheptchougov, Alexander Tchervinski

Weiterhin mit Tatiana Baganova innerhalb des Rahmenprogramms:
Workshop am 07. Nov. und 08. Nov., Villa



Ein Vogel fliegt im Kreis, langsam, endlos. Unmerklich vergeht die Zeit, und das Dasein wird von Ritualen bestimmt. Noch immer benutzen Männer die Frau gern als Staffage, und noch immer lassen die Frauen das durchaus gerne zu. Die Welt der Männer, oder deren Vorstellung von ihr, ähnelt der Bar eines Westernfilms. Hier fühlen sie sich stark und unentbehrlich – genauso ein Klischee wie das der Frauen, die den Mann noch immer gern als Helden sehen. Das Teetrinken gilt als Zeremonie des Miteinander, auch wenn man es nicht mehr tut. Und die Suche nach Liebe bleibt rastlos, auch wenn man es wohl aufgegeben hat, an das Glück zu glauben.

Das Tanzstück »ПОЛЕТЬІ ВО ВРЕМЯ ЧАЕПИТИЯ« (»Flügel auf Tee«) ist von einer Raffinesse voller Zartheit und Melancholie, wunderbar mit hohem technischen Können und starker Ausdruckskraft getanzt. Tatiana Baganova, geboren 1968 in der Region Tumen/Ural, gehört zu den Hoffnungen der noch jungen zeitgenössischen Tanzszene Russlands. Sie studierte Choreografie an der Moskauer Universität, tanzte im Ausland, u. a. bei Anouk van Dijk, Christine Brunel und Joachim Schlömer. Tatiana Baganova arbeitet seit 1994 mit der Compagnie Provincial Dances Theatre in Jekaterinburg und erhielt zahlreiche Preise im In- und Ausland, so die »Goldene Maske« für die beste russische, sparten-übergreifende Produktion zwischen Ballett und Theater in den Jahren 2000 und 2001.

Jekaterinburg liegt ca. 20 km vom Ural entfernt und ist mit 1,2 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Russlands. Hier wurde 1917 die letzte Zarenfamilie erschossen. Jekaterinburg, 1924 in Swerdlowsk umbenannt, erhielt 1991 seinen alten Namen zurück.


Uraufführung: 09.12.2002, Jekaterinburg

Internetseiten der Compagnie: www.dance-web.org/provincial

Produktion: American Dance Festival (ADF)
Provincial Dances Theatre wird unterstützt durch Philip Morris Companies Inc., Mary Duke Biddle Foundation, Doris Duke Awards for New York, John Arnold, Trust for Mutual Understanding, Restaurant »Troyekuroff«.

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch das Goethe Institut Inter Nationes, München.