10. Festival 2000

Hauptprogramm


Montag 06. Nov. und Dienstag 07. Nov. // 22.00 – 23.00 Uhr
LOFFT

Dyane Neiman & Manfred Olek Witt, Köln – Berlin


»Flying horses and other birds«

(»Fliegende Pferde und andere Vögel«)

Ein Tanzstück



Choreografie:

Dyane Neiman, Manfred OIek Witt

Musik:

Maggy Payne, Antonio De Cabezón, Jim Reeves, Erkki Salmenhaara, Pancrace Royer, Jörg-Peter Mittmann (Ensemble Horizonte)

Lichtdesign:

Dyane Neiman

Tänzer:

Dyane Neiman, Manfred Olek Witt



Ein Traum vom Fliegen – dargestellt durch beißende Ironie und darstellerische Phantasie. Szenen einer Ehe – witzig, skurril, temperamentvoll bis hin zur Brutalität. Vögel tun das, wovon Pferde träumen. Gezügelt vom Alltagsmetronom sitzt er da – ein Mensch auf dem Fernseher – und träumt vom Fliegen. Die Realität ist nur ein groteskes Abbild dieses Traums. So schaukeln wir uns hoch, bis die letzte Tasse zerbricht.

Die Amerikanerin Dyane Neiman lebt in Köln und der in Polen geborene Manfred Olek Witt in Berlin. Beide waren Teilnehmer am 1. Wettbewerb »Das beste deutsche Tanzsolo« der euro-scene Leipzig 1997 und haben sich hier kennen gelernt. Dyane Neiman tanzte damals das Solo »Mein Auto«, Manfred Olek Witt erhielt für »Axt« den Sonderpreis der Jury. Sie sind bekannte Vertreter der freien Tanzszene Deutschlands und schufen nun mit »Flying horses and other birds« ihr erstes gemeinsames Stück.

Dyane Neiman studierte Modern Dance in New York, lebt seit 1992 in Deutschland und erhielt für zwei ihrer Produktionen, »pistol« (1996) und »Chicken Fodder & other fine stories« (1998), Förderpreise des Festivals freier Theater »Theaterzwang« in Dortmund. Manfred Olek Witt studierte Butoh u. a. bei Kazuo Ohno und Yumiko Yoshioka. Er war Tänzer und Schauspieler u. a. im Tatoeba Theatre Dance Grotesque, Theater Affekt und Theater Kreatur in Berlin und arbeitet auch als Produzent, Regisseur und Choreograf.


»Mit großem Sinn für subtilen Witz und schwarze Satire entlarven sie die groteske Ansicht, dass Pferde fliegen können. Während das Schaukelpferd noch zu Höhenflügen in der Lage ist, schaffen es erwachsene Pferde eben nicht mehr, solche Kinderträume zu erfüllen. Da ist der Reiter oder die Reiterin schon Ballast genug« (Susanne Haase-Mühlbauer, Generalanzeiger, Bonn, 06.04.2000).


Uraufführung: 02.04.2000, Bonn

Produktion: Dyane Neiman Dance, Köln / Theater am Ende, Berlin

Dieses Gastspiel wird ermöglicht durch das Nationale Performance Netz (NPN), aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien sowie den Kultusministerien der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.