17. Festival 2007

Rahmenprogramm


Freitag 09. Nov. // 11.00 – ca. 19.00 Uhr (Einlass vor jedem Teil)
Eintritt frei
Festivalcafé im theater fact

Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena


»Tragedia Endogonidia«

Filmzyklus von Romeo Castellucci
Deutschlandpremiere



Regie, Bühnenbild, Licht und Kostüme:

Romeo Castellucci

Regie, Toncollage und Dramaturgie:

Chiara Guidi

Videoaufzeichnung:

Cristiano Carloni and Stefano Franceschetti

Musik:

Scott Gibbons


Ablauf:

Teil I: 11.00 – ca. 12.45 Uhr
»C.#01 Cesena« (20 Min.) / »A.#02 Avignon« (25 Min.) / »B.#03 Berlin« (43 Min.)

Pause

Teil II: 13.00 – ca. 14.45 Uhr
»BR.#04 Bruxelles« (29 Min.) / »BN.#05 Bergen« (27 Min.) / »P.#06 Paris« (30 Min.)

Pause

Teil III: 15.15 – ca. 17.00 Uhr
»R.#07 Roma« (28 Min.) / »S.#08 Strasbourg« (25 Min.) / »L.#09 London« (36 Min.)

Pause

Teil IV: 17.15 – ca. 19.00 Uhr
»M.#10 Marseille« (53 Min.) / »C.#11 Cesena« (26 Min.)


Einführung vor jedem Teil: Dr. Martina Bako, Leipzig

Vertrieb: Gruppo Editoriale Minerva / RaroVideo
Uraufführung: 29.05.2007 Rom / Dauer: 340,15 Minuten


Mit freundlicher Unterstützung der Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena


Am 08. und 09. Nov. gastieren die Socìetas Raffaello Sanzio mit dem Stück »Hey girl!« in der Regie von Romeo Castellucci in der Peterskirche .



Die Socìetas Raffaello Sanzio gehört zu den radikalsten Vertretern des »nuovo teatro« in Italien. Stark geprägt vom Einfluss der Bildenden Kunst entwirft Regisseur Romeo Castellucci in seinen Stücken eindrucksvolle Installations- und Klangräume. »Tragedia Endogonidia« wurde 2002-04 in zehn europäischen Städten entwickelt und stellt eines der wichtigsten Werke des modernen Theaters der letzten Jahre dar. Es nimmt Bezug auf die Griechische Tragödie und ihre Aussage für unsere Zeit und Wirklichkeit.

Das Wort »endogonidia« bezieht sich auf jene einfachen Lebewesen, die über beide Geschlechtszellen verfügen, welche ihnen nach dem Unsterblichkeitsprinzip ihre unendliche Selbstreproduktion und Abspaltung erlauben. »Tragödie« hingegen setzt das Ende des Helden voraus, dessen Schicksal von Anfang an der Tod ist.

Castellucci erschafft ein Theater des Unsagbaren ohne Dialoge, sondern mit äußerst suggestiven Bildern. Er stellt zweifellos eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Theater dar. Mehrere seiner Stücke waren bereits bei der euro-scene Leipzig zu Gast. Nun besteht die einmalige Gelegenheit, den gewaltigen Zyklus »Tragedia Endogonidia« in der Filmversion konzentriert an einem einzigen Tag zu erleben.


Produktion: Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena / Festival d’Avignon / Hebbel Theater, Berlin / KunstenFESTIVALdesArts, Brüssel / Bergen International Festival / Odéon Théâtre de l’Europe mit dem Festival d’Automne, Paris / Romaeuropa Festival / Le Maillon-Théâtre, Strasbourg / LIFT (London International Festival of Theatre), London / Théâtre des Bernardines with Théâtre du Gymnase, Marseille / In Zusammenarbeit mit Emilia Romagna Teatro Fondazione, Modena
Mit Unterstützung durch Culture 2000, Programm der Europäischen Union, CLT2002/A2/IT-2055