17. Festival 2007

Rahmenprogramm


Mittwoch 07. Nov. // 17.00 – ca. 19.00 Uhr
Eintritt frei
Festivalcafé im theater fact

Film mit Einführung


»Le testament du Docteur Cordelier«

(»Das Testament des Dr. Cordelier«)

Film von Jean Renoir



Drehbuch und Regie:

Jean Renoir (nach »Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde«
von Robert Louis Stevenson)

Kamera:

Georges Leclerc

Musik:

Joseph Kosma

Darsteller:

Jean-Louis Barrault (Cordelier und Opale), Teddy Bilis (Notar), Michel Vitold (Doktor Séverin), Jean Topart (Désiré), Micheline Gary (Marguerite), Jacques Dannoville (Kommissar), Jaque Catelain (Botschafter), Gaston Modot (Blaise), Régine Blaess (Botschafterin), Jacqueline Morane (Alberte), Jean Renoir

Uraufführung:

08.09.1959, Biennale Venedig, schwarz-weiß / Dauer: 95 Min. / In deutscher Sprache

Produktion:

Cie Jean Renoir, Radio-Télévision Française, SOFIRAD

Verleih:

anolis film, Haibach


Einführung: Fred Gehler, Leipzig



Dieser Film von Jean Renoir (1894-1979), einem der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte, stellt die wohl beste Variante der rund 30 Verfilmungen der Erzählung »The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde« (»Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde«) dar. Der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson (1850-94) schuf mit dieser Erzählung eines der berühmtesten Beispiele für das Doppelgängermotiv in der Weltliteratur.

Dr. Cordelier, einst ein angesehener Psychiater, widmet sich jetzt seinen Forschungen und experimentiert mit einem Serum, das die eigentliche menschliche Seele in all ihren unterdrückten und verborgenen Seiten sichtbar machen soll. Er schafft ein Wesen, das sich vom eigenen Ich abspaltet und nur seinen Trieben und Instinkten gehorcht. Jean-Louis Barrault, bekannt durch die Hauptrolle in Marcel Carnés Drama »Les enfants du paradis« (»Die Kinder des Olymp«, 1945), vollbringt mit der Doppelrolle Cordelier/Opale eine wahre Glanzleistung.