17. Festival 2007

Hauptprogramm


Freitag 09. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 11.11.2007 // 17.00 – 18.00 Uhr

Güterbahnhof Engelsdorf

Farma v jeskyni, Prag


»Čekárna«

(»Wartesaal«)   (Videoausschnitt  )

Tanztheaterstück



Inszenierung:

Viliam Dočolomanský

Musik:

Dan Kyzlink

Bühnenbild und Kostüme:

Markéta Sládečková

Lichtdesign:

Pavel Kotlík

Technische Leitung:

Robert Janč

Darsteller:

Hana Varadzinová, Eliška Vavříková, Róbert Nižník, Zuzana Pavuková, Roman Horák, Cécile da Costa, Maja Jawor, Tomáš Fingerland, Peter Janek, David Jánský, Lukáš Kuta

Mit tschechischen Textpassagen / deutsche Übersetzung im Abendprogramm

Im Eingangsfoyer sind einige Tafeln der Ausstellung »Der letzte Weg –Die Deportation der Juden aus Leipzig 1942-45« zu sehen. Wir danken dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig herzlich für diese Leihgabe.

Kostenloser Bus-Shuttle: Abfahrt 16.00 Uhr am Schauspielhaus
Im Anschluss an die Vorstellung Rückfahrt: 09. Nov. zu Peterskirche, Schauspielhaus und LOFFT // 10. Nov. zu Schauspielhaus und LOFFT // 11. Nov. zu Schauspielhaus



Expressiv und vital sind die Szenen persönlicher Tragödien zur Musik eines kleinen Salonorchesters. Lebensgier und Sinnlichkeit revoltieren gegen Abschied und Vernichtung. Im Wartesaal eines Bahnhofs geht es um die letzten Minuten jüdischer Menschen vor der Deportation in die Konzentrationslager.

Das Tanztheaterstück »Čekárna« (»Wartesaal«) entstand aus dem Gedächtnis an den Bahnhof Žilina Záriečie in der slowakischen Provinz, von dem während des Nationalsozialismus slowakische Juden deportiert wurden. Starke, emotional aufgeladene Bilder führen aus dem historischen Raum in unsere Gegenwart.

Das Theaterstudio Farma v jeskyni (Farm in der Höhle) wurde im Jahr 2001 von Viliam Dočolomanský gegründet. Wesentliches Merkmal seiner Arbeit ist der Blick auf Minderheiten und gesellschaftliche Randzonen. Sie erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und gastierte mit »Sclavi – Emigrantova Píseň« (»Sclavi – Das Lied eines Emigranten«, 2005) u. a. bei den Wiener Festwochen 2007.

Mit dem Güterbahnhof Engelsdorf wurde in Leipzig ein authentischer Ort gefunden. Von hier aus deportierten die Nazis jüdische Bürger nach Auschwitz und Theresienstadt.


»Die so im Spiel entstehende, grausame Räumlichkeit ist besonders schaurig, weil sie durch die Kunst in verführerisch schöner Verpackung daherkommt. Ein vergessener Bahnhof? In dieser Wartehalle wartet die Welt« (Matthias Hassenpflug, Potsdamer Neueste Nachrichten, 30.10.2006).


Uraufführung: 28.04.2006, NoD/ROXY, Prag

Internetseiten der Compagnie: www.infarma.info

Produktion: Farma v jeskyni

Das Gastspiel in Leipzig erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch die Allianz Immobilien GmbH, Stuttgart, und das Tschechische Zentrum, Dresden.