17. Festival 2007

Hauptprogramm


Donnerstag 08. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Freitag 09. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Peterskiche

Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena


»Hey girl!«   (Videoausschnitt  )

Körpertheater
Deutschlandpremiere



Inszenierung:

Romeo Castellucci

Musik:

Scott Gibbons

Skulpturen:

Istvan Zimmermann

Lichttechnik:

Giacomo Gorini

Bühnentechnik:

Federico Lepri

Darsteller:

Vilius Vilutis

Darsteller:

Silvia Costa, Sonia Beltran Napoles
und ca. 40 Statisten aus Leipzig

Mit italienischen Textpassagen und deutscher Übertitelung

Im Anschluss an die Vorstellung am 08. Nov. findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Martina Bako, Universität Leipzig

Am 09. Nov., 11.00-ca. 19.00 Uhr, wird der Filmzyklus »Tragedia Endogonidia« von Romeo Castellucci gezeigt. Es handelt sich um insgesamt elf Theaterproduktionen, die bei dieser einmaligen Gelegenheit in der Filmfassung an einem einzigen Tag zu sehen sind.



Eine undefinierbare Masse liegt auf dem Tisch. Plötzlich bewegt sie sich und gibt ein Lebewesen frei – eine Frau wird geboren aus dem Nass und dem Nebel der Materie. Die Opulenz und die Wucht der Bilder ist überwältigend. Es geht um Weiblichkeit in Geschichte und Gegenwart. Die unfassbar bleibende Geschichte einer jungen Frau enthüllt verschiedene Stadien ihres Lebens.

Mit »Hey girl!« bringt die Socìetas Raffello Sanzio eine (alb)traumhafte Performance auf die Bühne, inszeniert von Romeo Castellucci. In nie völlig entschlüsselbaren Klang- und Installationsräumen wird der Mythos von Heldinnen wie Jeanne d’Arc mit eindrucksvoller Präsenz immer wieder zitiert und rationalen Dimensionen entzogen.

Romeo Castellucci, geboren 1960 in Cesena, studierte Bühnenbild und Malerei an der Accademia di Belle Arti in Bologna. Er inszenierte erstmals im Alter von zwanzig Jahren und gründete 1981 die Socìetas Raffaello Sanzio. Die Compagnie ist eine der wichtigsten und radikalsten Theatergruppen des europäischen Gegenwartstheaters. Bei der euro-scene Leipzig war sie bereits dreimal zu Gast: 1997 mit »Giulio Cesare« (»Julius Caesar«), 2000 mit »Voyage au bout de la nuit« (»Reise ans Ende der Nacht«) und zuletzt 2005 mit »Buchettino« (»Der kleine Däumling«).


»Castellucci hat einen metaphysisch aufgeladenen Kosmos geschaffen, der mit seiner Assoziationsvielfalt beeindrucken und mit seiner mystischen Wucht überwältigen will« (Dirk Pilz, Theater der Zeit, Berlin, November 2006).


Uraufführung: 30.09 2006, steirischer herbst, Graz (Vorpremiere), 16.11.2006 Odéon – Théâtre de l’Europe / Ateliers Berthier, Paris

Internetseiten der Compagnie: www.raffaellosanzio.org

Produktion: Odéon Théâtre de l’Europe mit Festival d’Automne, Paris / steirischer herbst, Graz / Le Maillon Théâtre, Strasbourg / De Singel, Antwerpen / Rotterdamse Schouwburg / Cankarjev dom, Ljubljana / Trafò House of Contemporary Arts, Budapest / Socìetas Raffaello Sanzio

Das Gastspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung durch das Istituto Italiano di Cultura, Berlin.