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Deutsche Version |
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NEWSLETTER #03-2006 |
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Leipzig, 13. Dezember 2006 |
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Liebe Kollegen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, zum Abschluss des Jahres möchten wir Ihnen einige Impressionen zur vergangenen euro-scene Leipzig 2006 geben. Außerdem hoffen wir, schon jetzt Ihre Neugier für unser Festival 2007 zu wecken. Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten sowie viel Energie und Gesundheit für das Jahr 2007.
Festivaldirektorin |
INHALT 1. Rückschau Festival 2006 |
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Die euro-scene Leipzig fand vom 07.-12. November zum 16. Mal statt. Unter dem Motto »Konsonanzen Dissonanzen« wurde in diesem Jahr die Rolle der Musik in Theater und Tanz näher beleuchtet. Insgesamt zeigte die euro-scene Leipzig 12 Gastspiele aus 11 Ländern in 22 Vorstellungen. Zu den Höhepunkten gehörten neben dem Festivalabschluss »vsprs« des flämischen Choreografen Alain Platel auch kleinere Produktionen wie »Miss Very Wagner« des schwedischen Performance-Stars Charlotte Engelkes und »Dok.Tor« von Wladimir Pankow mit dem Teatr.doc aus Moskau. Besonders beeindruckend war »Ashura« der türkischen Compagnie 5. Sokak Tiyatrosu, die mit der poetisch-melancholischen Verbindung von Politik und Musik in einem szenischen Konzert über Vertreibung und Fremdsein stark berührte. Wie diese Aufführungen wurden auch die anderen Vorstellungen in neun Leipziger Spielstätten von über 7.500 Zuschauern mit großem Interesse aufgenommen. Insgesamt erreichte das Festival eine Auslastung von rund 90 Prozent. |
Alain Platel / Les Ballets C. de la B., Gent, »vsprs«, Festivalabschluss |
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»Platel, der spätestens im finalen Magnificat aus Monteverdis ›Marienvesper‹ keinen Zweifel daran lässt, wie unmittelbar erotische und religiöse Ekstase für ihn verbunden sind, hat das Vokabular seiner Compagnie noch weiter in die Extreme des Schmerzes und des Schönen getrieben. Und er verabreicht dem Zuschauer damit genau jenes Kontrastmittel zum Theater-Alltag, das ein Festival wie die euro-scene Leipzig im Idealfall bieten soll.« Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, Halle/Saale 14.11.2006
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Mélodie Théâtre, Boos, »Concert d’eau pour jardin d’hiver« (»Wasserkonzert für einen Wintergarten«), Deutschlandpremiere |
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Das Internationale Theaterinstitut (ITI), Berlin, hielt innerhalb des Festivals seine Jahrestagung am 11. und 12. November in Leipzig ab und veranstaltete in Kooperation mit der euro-scene Leipzig auch zwei öffentliche Veranstaltungen. Unter dem Titel »Bewegungsmelder« startete das ITI eine Projektreihe zum Thema Überwachung und Kontrolle im öffentlichen Raum und dessen Widerhall im Tanz. In der Konzeption von Michael Freundt und Henning Fülle diskutierten Vertreter aus Technik, Wissenschaft, Politik und Kunst. |
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»Vom Gesamtkunstwerk zum entgrenzten Theater« hieß eine Podiumsdiskussion zum Thema Musik auf der Theaterbühne. Nike Wagner (künstlerische Leiterin Kunstfest Weimar), Barbara Mundel (Intendantin Theater Freiburg i. Br.), Fabrizio Cassol (Komponist und Saxophonist, Brüssel) und Paul Koek (Regisseur und Komponist, Leiter De VeenFabriek, Leiden) sprachen über die Aufhebung der klassischen Spartentrennung im gegenwärtigen Theater. Auch die Wahl des neuen ITI-Vorstands fand in Leipzig statt, dem erstmals auch Ann-Elisabeth Wolff angehören wird. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Laura Berman (Musikdramaturgin, Berlin), Stephanie Gräve (Dramaturgin, Bonn), Harald Müller (Verlagsleiter Theater der Zeit, Berlin), Irina Pauls (Choreografin, Freiburg i. Br.), Jürgen Schitthelm (Direktor Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin), Bettina Sluzalek (künstlerische Geschäftsführerin Theaterhaus Stuttgart) und Alexander Stillmark (Regisseur, Berlin). Präsident des deutschen ITI bleibt Manfred Beilharz (Intendant Staatstheater Wiesbaden). Die Vizepräsidenten sind Roberto Ciulli (Intendant Theater an der Ruhr, Mülheim) und Martin Roeder-Zerndt, Intendant Theater Heilbronn). |
Podiumsdiskussion des ITI »Vom Gesamtkunstwerk zum entgrenzten Theater« (Barbara Mundel, Nike Wagner, Peter Korfmacher Moderator, von rechts nach links) |
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Die euro-scene Leipzig ist vom 06.-11. November 2007 zum 17. Mal geplant. Vorgesehen sind 12-14 Gastspiele aus rund 10 Ländern. Die Carte blanche Nr. 2 des Festivals erhält Rolf Dennemann, künstlerischer Leiter Festival off-limits, Dortmund (nach 2006 Maria Magdalena Schwaegermann, künstlerische Leiterin Zürcher Theater Spektakel). Der Wettbewerb »Das beste deutsche Tanzsolo« findet in der Konzeption von Alain Platel, Gent, innerhalb des Festivals 2007 zum 8. Mal statt. Die Ausschreibung erfolgt im Mai 2007. |
Daniela Lehmann, »Mina«, 1. Preis und Publikumspreis des Wettbewerbs 2005 |
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Inhalt und Redaktion: Ann-Elisabeth Wolff / Nadine Brockmann |
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Veranstalter: Sächsischer Verein zur Förderung des kulturellen Austauschs nationaler und internationaler Tanz- und Theatergruppen e. V. euro-scene Leipzig, Gottschedstraße 16, D-04109 Leipzig |
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© euro-scene Leipzig 2006 |
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