15. Festival 2005

Gesamtprogramm mit Kurztexten


euro-scene Leipzig

15. Festival zeitgenössischen europäischen Theaters

01. – 06. November 2005

»Wahlverwandtschaften«

Theater und Tanz aus dem alten und neuen Europa


Unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Tiefensee,
Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

Festivaldirektorin und Künstlerische Leitung: Ann-Elisabeth Wolff



Hauptprogramm


Dienstag 01. Nov. // 19.30 – 21.30 Uhr
Oper Leipzig
Festivaleröffnung
Ballet Preljocaj, Aix-en-Provence
\ »Annonciation« (»Verkündigung«)
\ »N«
– Deutschlandpremiere

Zwei Tanzstücke von Angelin Preljocaj, einem der bedeutendsten Choreografen Frankreichs, zeigen Anfang und Ende allen Seins. Der zärtlichen Verkündigungsszene mit Maria und dem Engel folgt »N«, ein gesellschaftlich brisantes Stück für 12 Tänzer.


Mittwoch 02. Nov. // 19.30 – 21.00 Uhr
Schauspielhaus
Jo Fabian Department, Berlin
»DIE IDIOTEN. das stück«

Jo Fabian verkörpert wie kaum ein zweiter das freie Theater in den neuen Bundesländern. Sein Stück um Heinz und Hertha, dramaturgisch glänzend gebaut, reflektiert komisch, tragisch, grotesk und abgründig den Übergang in einen neuen Alltag.
(anschl. Publikumsgespräch)


Mittwoch 02. Nov. // 22.00 – 23.30 Uhr
Donnerstag 03. Nov. // 19.30 – 21.00 Uhr
Peterskirche
Victoria, Gent
»White Star«

Das glutvolle Theaterstück aus Flandern beruht auf der sonderbaren Lebensgeschichte von Lothar Berfelde, bekannt unter dem Namen Charlotte von Mahlsdorf. Lies Pauwels inszenierte Assoziationen zu Abweichung von der Norm, Toleranz und Anpassung.
(an beiden Tagen anschl. Publikumsgespräch)


Donnerstag 03. Nov. // 19.30 – 21.30 Uhr und 22.00 – 24.00 Uhr
Neue Szene
Tanzsoli international
\ Gundula Peuthert, Berlin, »svhet’zes« mit Elena Sommer
\ Eduard Gabia, Bukarest, »Bonus« von und mit Eduard Gabia
\ Pelma, Limassol, »Eye to I« von und mit Lia Haraki
 

Drei äußerst eigenwillige Tanzsoli aus unterschiedlichen Kulturkreisen – die Reise führt von Deutschland über Rumänien nach Zypern.


Donnerstag 03. Nov. und Freitag 04. Nov. // 22.00 – ca. 23.15 Uhr
Schaubühne Lindenfels
rodolpho leoni dance, Wuppertal
»speak«
(»Sprechen«)

5. Deutscher Produzentenpreis für Choreografie

Klangfarben, Sprachmelodien und Rhythmen entwickeln sich in erstaunlich filigranen Bewegungen. Der Brasilianer Rodolpho Leoni gehört zu den profiliertesten Choreografen Deutschlands und schafft ein Stück für 8 Tänzer nach Originalmusik von Ludwig Stangl.


Freitag 04. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr und 19.30 – 20.30 Uhr
Samstag 05. Nov. // 11.30 – 12.30 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
Sonntag 06. Nov. // 11.30 – 12.30 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr

Hochschule für Musik und Theater / Probensaal (Dittrichring 21)
Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena
»Buchettino«
(»Der kleine Däumling«)

Im Halbdunkel eines großen Schlafzimmers lässt man sich von einer Gute-Nacht-Geschichte verzaubern. Die Inszenierung von Chiara Guidi der berühmten italienischen Theatercompagnie Socìetas Raffaello Sanzio – nach dem Märchen von Charles Perrault – gehört zu den originellsten Kinderstücken Europas des letzten Jahrzehnts.
Für Kinder (ab 8 Jahre) und Erwachsene


Freitag 04. Nov. und Samstag 05. Nov. // 19.30 – 20.45 Uhr
Schauspielhaus
Emio Greco | PC, Amsterdam
»Conjunto di NERO«

Der Italiener Emio Greco schuf eine neue Bewegungssprache und eroberte die europäische Tanzlandschaft der 90er Jahre im Sturm. Gemeinsam mit dem niederländischen Regisseur Pieter C. Scholten zeigt er mit 6 Tänzern ein flirrendes Universum aus Licht und Dunkelheit.
(an beiden Tagen anschl. Publikumsgespräch)


Freitag 04. Nov. und Samstag 05. Nov. // 19.30 – 20.20 Uhr
Neue Szene
Dance Theatre Incluse, Kaliningrad
»Депортация«
(»Deportation«)

Deutschlandpremiere

Im Anschluss: 20.30 – 21.45 Uhr
»Königsberg is dead« (»Königsberg ist tot«)
Film von Max Ferdinand Zeitler, Berlin, und Gilbert Barrilé, Paris

Das Stück entstand anlässlich der 750-Jahrfeier von Königsberg. Die ehemals preußische Stadt wurde zerbombt, gesprengt und von der Sowjetunion in Kaliningrad umbenannt. Natalia Agulnik erarbeitete mit der einzigen modernen Tanzcompagnie Kaliningrads eine berührende Choreografie über Heimat und Hoffnung.


Samstag 05. Nov. und Sonntag 06. Nov. // 11.15 – 12.30 Uhr
BMW Werk Leipzig
Teatr Dada von Bzdülöw, Gdańsk
»Kilka Błyskotliwych Spostrżezeń«
(»Einige witzige Bemerkungen«)

Deutschlandpremiere 

Leszek Bzdyl beruft sich in seinem abstraktes Tanzstück auf die Tagebücher des polnischen Autors Witold Gombrowicz. In einem weißen Raum offenbaren eine Frau und zwei Männer die ambivalenten Beziehungen zwischen den Geschlechtern.
(an beiden Tagen anschl. Publikumsgespräch)


Samstag 05. Nov. und Sonntag 06. Nov. // 17.00 – 18.00 Uhr
LOFFT
Kitt Johnson / X-act, Kopenhagen
»Rankefod«
(»Rankenfüßer«)

Deutschlandpremiere

Dieses Tanzsolo von und mit Kitt Johnson zeigt die Entwicklung des Lebens vom Kriechtier bis zum Menschen. Die Symbiose aus Nacktheit, organisch tierischen Bewegungen und der elektro-akustischen Musik von Sture Ericson zieht den Zuschauer soghaft in ihren Bann.


Samstag 05. Nov. // 22.00 – 23.30 Uhr
Sonntag 06. Nov. // 17.00 – 18.30 Uhr
Schaubühne Lindenfels
La Strada, Sofia
»Commedia del servitore«
(»Komödie der Diener«)

Deutschlandpremiere

Die Komödie von Stefan Moskov besteht aus Clownerie, Theater, Jazz, aus Ernst und Persiflage. Drei Episoden um das Verhältnis von Diener und Herr entstanden nach Goldoni (»Diener zweier Herren«), Molière (»Dom Juan«) und Cervantes (»Don Quijote«).


Sonntag 06. Nov. // 19.30 – 20.30 Uhr
Schauspielhaus
Festivalabschluss
Nigel Charnock, London / Michael Riessler, Köln
& Virus Streichquartett
»fever«
(»Fieber«)

Sprache wird Tanz, und Tanz wird Musik – in einem hinreißenden Solo um Liebe, Sex und Tod. Der berühmte Nigel Charnock spricht und tanzt Sonette von William Shakespeare zu einer komplexen Klangkomposition von Michael Riessler, Klarinettist und Saxophonist der Extraklasse.
(anschl. Publikumsgespräch)


Freitag 04. Nov. // 22.00 – ca. 24.00 Uhr (1. Runde – Teil I)
Samstag 05. Nov. // 22.00 – ca. 24.00 Uhr (1. Runde – Teil II)
Sonntag 06. Nov. // 22.00 – ca. 00.30 Uhr (2. Runde und Preisverleihung)
Schauspielhaus / Foyer
Zum 7. Mal: Wettbewerb
»Das beste deutsche Tanzsolo«

Konzeption: Alain Platel, Gent
Künstlerische Leitung: Wolfgang Krause Zwieback

Täglich im Anschluss: »Revival« / Preisträger der vergangenen Jahre

(Die Preisträger und alle weiteren Teilnehmer des 7. Wettbewerbs im Archiv des Wettbewerbs)



Rahmenprogramm


Der Eintritt aller Veranstaltungen innerhalb des Rahmenprogramms ist frei (außer Workshop).


Mittwoch 02. Nov. // 10.00 – 14.00 Uhr (Teil 1)
Donnerstag 03. Nov. // 10.00 – 14.00 Uhr (Teil 2)
Die Villa
Leszek Bzdyl, Gdańsk
Workshop
»Jeder Impuls inittiert einen Tanz«


Mittwoch 02. Nov. // 17.00 – ca. 18.15 Uhr
Festivalzentrum im theater fact
Film Nr. 1
Filme von Angelin Preljocaj, Aix-en-Provence
\ »Les Raboteurs« (»Die Hobelarbeiter«)

Film nach einem Gemälde von Gustave Caillebotte (1848-94), 1988
\ »Un Trait d’union« (»Ein Bindestrich«)
Film nach dem gleichnamigen Tanzstück, 1989
\ »Annonciation« (»Verkündigung«)
Film nach dem gleichnamigen Tanzstück , 2003
Einführung: Nicole Saïd, Aix-en-Provence
Moderation: Ann-Elisabeth Wolff, Leipzig


Donnerstag 03. Nov. // 17.00 – ca. 18.45 Uhr
Festivalzentrum im theater fact
Film Nr. 2
»Wahlverwandtschaften«

Tanzdrama von Tom Schilling nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
mit dem Tanztheater der Komischen Oper Berlin (1985)
Einführung: Dr. Karin Schmidt-Feister, Berlin


Freitag 04. Nov. // 17.00 – ca. 18.30 Uhr
Festivalzentrum im theater fact
Film Nr. 3
»Somewhere in between«
(»Irgendwo dazwischen«)

Ein Film über Meg Stuart von Pierre Coulibeuf, Paris (2004)
Einführung: Ulrike Becker, Berlin


Samstag 05. Nov. // 14.30 – ca. 17.15 Uhr
Festivalzentrum im theater fact
Film Nr. 4
»Wolf«

Ein Film von Alain Platel
Einführung und anschl. Gespräch mit Alain Platel
Moderation: Renate Klett, Berlin


Sonntag 06. Nov. // 15.00 – ca. 16.30 Uhr
Oper Leipzig / Probebühne (Eingang Schwanenteich)
»Zwischen Orchidee und Graswurzel«
Podiumsdiskussion zu Festivalvisionen in Europa

mit Maria Magdalena Schwaegermann, Zürich / Ann-Elisabeth Wolff, Leipzig / Rolf Dennemann, Dortmund / Henri Maier, Leipzig / Alain Platel, Gent
Moderation: Michael Freundt, Berlin



Informationen


Festivalzentrum im theater fact
Tel. +49-(0)341-9 61 40 80

Mittwoch 02. – Sonntag 06. Nov. // täglich 16.00 – ca. 02.00 Uhr

• Treffpunkt für alle
• Snacks, Getränke und Informationen
• Veranstaltungsort von Filmen (siehe Rahmenprogramm)


Informationsstand im Schauspielhaus / Kassenhalle
Tel. +49-(0)341-1 26 81 91

Mittwoch 02. – Sonntag 06. Nov. // täglich 10.00 Uhr bis nach Vorstellung