12. Festival 2002

Hauptprogramm


Samstag 16. Nov. // 19.30 – 20.40 Uhr
Sonntag 17. Nov. // 19.30 – 20.40 Uhr
Peterskirche

ROSAS, Brüssel


»Rain«
(»Regen«)

Ein Tanzstück



Choreografie:

Anne Teresa de Keersmeaker

Komposition:

Steve Reich

Bühnenbild und Lichtdesign:

Jan Versweyveld

Kostüme:

Dries van Noten

Tänzer:

Marta Coronado, Alix Eynaudi, Fumiyo Ikeda, Cynthia Loemij, Ursula Robb, Taka Shamoto, Igor Shyshko, Clinton Stringer, Rosalba Torres, Jakub Truszkowski

Im Anschluss an die Vorstellung am 16. Nov. findet ein Publikumsgespräch statt.
Moderation: Dr. Janine Schulze, Tanzarchiv Leipzig e.V.



Regen – der ewige Fluss des Lebens und der Zeit. Zehn Menschen im Beziehungsgeflecht der Körper zwischen Sprung und Fall. In strenger Ordnung entstehen wundersame tänzerische Bilder, die das Zusammenfinden von Menschen zeichnet, ihre Gemeinsamkeit, bevor die Trennung sie weiterziehen lässt.

Regen – in Schnüren vom Himmel fallend und leuchtend wie Perlen, Schutz gebend und Durchschlupf gewährend für die Menschen, die rastlos auf der Suche sind. Das Farbspiel des Regenbogens verliert sich in der Weite des Erdenrunds, getrieben und getragen von einer Musik, die mit dem Tanz in einen engen Dialog tritt. Ein einziger Rhythmus bestimmt die Ewigkeit und mündet in Endlichkeit.

Der amerikanische Komponist Steve Reich schuf 1974-76 seine »Music for 18 musicians«, ein faszinierendes musikalisches Geflecht aus Schlagwerk, klassischem Instrumentarium und Frauenstimmen. Die minimalistische Vielfalt der Musik inspirierte Anne Teresa de Keersmaeker zu »Rain«, nachdem sie schon mehrere Produktionen mit Musik von Reich erarbeitet hatte.

Anne Teresa de Keersmaeker gehört zu den wichtigsten Choreografen der Gegenwart und feierte im Frühjahr 2002 mit ihrer Compagnie ROSAS deren 20jähriges Bestehen. Gemeinsam mit Alain Platel, Wim Vandekeybus und Jan Fabre machte sie Flandern zu einem Brennpunkt des zeitgenössischen Tanzes. Aus ihrem umfangreichen Schaffen sei nur an einige Werke erinnert: »Fase, four movements to the music of Steve Reich« (1982), »Rosas danst Rosas« (1983) – das legendäre Stück, mit dem sie 1992 bei der euro-scene Leipzig zu sehen war – , »Achterland« (1990), »Just before« (1997) und »Drumming« (1998). 1995 begründete sie die Schule P.A.R.T.S. in Brüssel. Ihr letztes Stück »(But if a look should) April me« kam im April 2002 zur Uraufführung.


Uraufführung: 10.01.2001, Brüssel

Internetseiten der Compagnie: www.rosas.be

Produktion: ROSAS & De Munt-La Monnaie/ Brüssel

Koproduktion: Théâtre de la Ville/ Paris

ROSAS wird unterstützt durch das Ministerium der Flämischen Gemeinschaft-Kulturabteilung und der Nationalen Lotterie.